HSV Hamburg - HSG Ahlen-Hamm - 30:28-Sieg bei Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm - HSV Hamburg baut Spitzenposition aus - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
30:28-Sieg bei Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm

HSV Hamburg baut Spitzenposition aus

Der HSV Hamburg hat am 19. Spieltag der Handball-Bundesliga seine Spitzenposition mit dem mühsamen 30:28 (12:17)-Sieg bei Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm zumindest für einen Tag ausgebaut.

Nach dem Erfolg vor rund 11 000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle führt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb die Tabelle mit 36:2 Punkten vor den Füchsen Berlin (31:5) an. Ahlen-Hamm bleibt mit 8:30 Punkten Vorletzter.

Die Hanseaten, die bislang lediglich am ersten Spieltag der Saison mit dem 30:32 bei Frisch Auf Göppingen eine Niederlage hinnehmen mussten, führten in den ersten 30 Minuten nur beim 1:0 (2. Minute). Danach bot Neuling Ahlen-Hamm eine hervorragende Leistung und zog über 7:2 (8.) und 10:6 (15.) auf 17:11 (29.) davon. Vor allem Mario Clößner und Chen Pomeranz glänzten gegen die ungewohnt schwache HSV-Mannschaft im ersten Spielabschnitt mit jeweils vier Treffern.

Der HSV kam wie verwandelt aus der Kabine, verkürzte bis zur 36. Minute auf 16:17 und glich beim 17:17 durch Marcin Lijewski aus. Nach der zweiten Führung durch Matthias Flohrs Treffer zum 19:18 (38.) erlahmte der Widerstand der Gastgeber nach und nach, obwohl die Westfalen beim 24:25 (49.) den Torabstand noch einmal verkürzen konnten. Pomeranz war bei der HSG mit sieben Toren bester Werfer, der Pole Lijewski erzielte für die Gäste ebenfalls sieben Treffer.

HSG Ahlen-Hamm: Ziemer (11/1 Paraden, 1.-44., 55.-60.); Mrkva (1 P., 44.-55.);
Pomeranz 7/1, Clößner 5, Hock 4/3, Lammers 4, Gudat 3, Schröder 3, Simon 2, Wiegers, Hynek, Machulla n.e., Schmetz n.e., Rycharski n.e.

HSV Handball: Bitter (9 P., 1.-30.); Sandström (11/2 P., 31.-60.);
M. Lijewski 7, Vori 6, Hens 5, Flohr 4, Lindberg 3/3, Lackovic 3, Kraus 1/1, Schröder 1, Duvnjak, Jansen, B. Gille, Schliedermann n.e.

Siebenmeter: 4/6 – 4/6 (Sandström pariert gegen Hock, Sandström hält gegen Pomeranz – Lindberg wirft an die Latte, Lindberg scheitert an Ziemer)

Zeitstrafen: 5 – 5 (Clößner 2x, Gudat, Hynek, M. Schröder – Flohr 3x, S. Schröder, Duvnjak)

Rote Karte: Flohr (HSV, 59., dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)

Spielfilm: 0:1 (2.), 2:1 (5.), 2:2 (5.), 7:2 (8.), 7:5 (11.), 8:6 (11.), 10:6 (14.), 10:7 (15.), 12:9 (20.), 14:9 (25.), 14:11 (27.), 17:11 (29.), 17:12 (30.) – 17:13 (32.), 17:17 (37.), 18:17 (37.), 18:20 (40.), 19:20 (42.), 19:23 (43.), 20:23 (54.), 22:25 (48.), 24:25 (49.), 24:27 (51.), 25:27 (52.), 27:29 (58.), 28:30 (59.), 28:30 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Natürlich wussten wir, dass die HSG alles in die Waagschale werfen würde und dass wir aufpassen müssen. Aber in der ersten Hälfte sind uns sehr viele Fehler unterlaufen: technische Fehler, verworfene Siebenmeter und wir waren nicht aggressiv genug gegen den Rückraum. Das hat nach der Pause viel besser geklappt. Wir sind gut reingekommen und konnten schnell aufholen. Da hat die Mannschaft den großen Willen gezeigt, das Ding heute zu drehen. Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen.“

Kay Rothenpieler (Trainer HSG Ahlen-Hamm): „Ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist. Mit voller Leidenschaft, dem nötigen Mut und viel Ruhe haben wir in der ersten Hälfte, für unsere Verhältnisse, eine sensationelle Leistung gezeigt. Wir konnten uns absetzen, haben uns in der Pause aber gesagt, dass wir wieder bei Null beginnen. Wir konnten dann aber nicht mehr genug dagegen halten, haben aber am Ende unser Gesicht bewahrt, da wir nur mit zwei Toren gegen den Spitzenreiter verloren haben.“

Andreas Rudolph (Präsident HSV Handball): „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen: Sie hat einen ganz großen Willen und eine große Moral bewiesen, vor der ich den Hut ziehen muss.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Für mich war es ein besonderes Spiel, da ich hier noch einige Leute kenne, und es war ein schweres Spiel gegen diese HSG, die ihre Euphorie von den 11.000 Zuschauern bezogen hat. Wir haben es vor der Pause nicht geschafft, ihre Moral zu brechen. Dafür haben wir zu viel verworfen, was nicht sein darf. In der zweiten Hälfte haben wir aber selbst Moral bewiesen, sind zurück gekommen und haben, denke ich, auch zurecht gewonnen.“

 

KOMMENTARE

hb2007, 28.12.10, 23:10 Uhr
Der HSV musste sich gewaltig strecken. In HZ 1 die Deckung nicht aggressiv genug, dazu wurden etliche glasklare Chancen mehr »
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