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32:29-Sieg beim SC Magdeburg

HSV Hamburg kommt dem Titel näher

Der HSV Hamburg hat die Feierlichkeiten nach dem Pokalsieg gut verdaut und sich mit einem Auswärtssieg in der Bundesliga zurückgemeldet. Die Hanseaten verteidigten mit dem 32:29 (16:14) beim SC Magdeburg ihre Tabellenführung vor dem Rekordmeister THW Kiel.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der sich der HSV aufgrund einer doppelten SCM-Zeitstrafe erstmals in der 29. Minute mit zwei Toren absetzen konnte, drehte der Pokalsieger nach dem Wechsel auf. Die Vorentscheidung fiel in der 51. Minute beim 28:22 für Hamburg, obwohl der SCM in der Schlussphase noch einmal herankam. Beste HSV-Werfer waren Blazenko Lackovic, Marcin Lijewski und Hans Lindberg mit jeweils sieben Toren, während Andreas Rojewski (8/3) am meisten für den Gastgeber traf.

Im Vorfeld der Partie hatte es Unstimmigkeiten gegeben, weil der HSV die Partie wegen des Flugchaos in Europa verlegen wollte und deshalb sogar den Bundesliga-Vorstand (HBL) angerufen hatte. Doch trotz der widrigen Umstände, von denen auch die für Hamburg spielenden Franzosen Bertrand und Guillaume Gille betroffen waren, lehnte Magdeburg eine Verschiebung des Spiels ab.

Die französischen Nationalspieler in Diensten des HSV hatten am Wochenende auf Island zwei Länderspiele gegen den Olympia-Zweiten bestritten. Von Reykjavik waren sie nach Trondheim in Norwegen geflogen, waren dort in einen Bus umgestiegen und hatten so die Hansestadt erreicht. «Da hätte man im Sinne des Fairplay mal Solidarität beweisen können, daher verstehe ich die Magdeburger nicht», meinte HSV-Trainer Martin Schwalb.