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Spannung pur im Titelkampf

HSV Hamburg spielt sich in einen Rausch

Der HSV Hamburg hat in der Bundesliga einen weiteren Schritt zur ersten Meisterschaft gemacht. Mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration gewannen die Hanseaten das Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen 37:26 (18:16) und hielten damit das nächste Topteam in Schach. 14 Spieltage vor Saisonende bleibt es allerdings eng an der Spitze: Mit 37:3 Punkten hat der HSV weiter einen Zähler Vorsprung auf Titelverteidiger THW Kiel (36: 4), dem beim 32:20 (16:10) gegen den abstiegsbedrohten TSV Dormagen ein Kantersieg gelang.`Wir sind in eine Phase reingekommen, wo sich das Team an sich selbst berauscht„, sagte HSV-Trainer Martin Schwalb, dämpfte aber gleich mal die Euphorie: `Wir wissen, dass das nicht die Realität widerspiegelt.“ 10.830 Zuschauer waren dennoch aus dem Häuschen, vor allem der elfmal erfolgreiche Rechtsaußen Hans Lindberg wurde gefeiert.
Beim THW Kiel herrschte nach der Champions-League-Niederlage gegen den FC Barcelona vom vergangenen Wochenende vor allem Erleichterung über den Pflichtsieg. `Wir mussten heute gewinnen, und der eine oder andere hat sich auch aus seinem kleinen Loch gespielt„, sagte THW-Trainer Alfred Gislason. Manager Uli Derad gab seinem früheren Team aus Dormagen, am kommenden Mittwoch nächster Bundesliga-Gegner der Hamburger, gleich noch ein paar Wünsche mit auf die Heimreise: `Dem TSV drücke ich immer die Daumen, für das Spiel gegen den HSV wäre es schön, wenn Dormagen ein Ergebnis wie 2008 erzielen könnte.“ Damals hatte der TSV den Hamburgern beim 28:27 in eigener Halle gleich beide Punkte abgeknüpft.
Trotz des erneuten Ärgers um Nationalmannschafts-Kapitän Michael Kraus verbuchte der TBV Lemgo mit dem 30:26 (14:12) bei Aufsteiger HSG Düsseldorf immerhin den zwölften Saisonsieg und verdrängte mit nun 26:14 Punkten die Löwen (25:15) vom fünften auf den sechsten Rang. Kraus war aus disziplinarischen Gründen für das Spiel aus dem Kader gestrichen worden.Den dritten Platz festigte die SG Flensburg-Handewitt (30:10 Punkte). Die Mannschaft von Trainer Per Carlen musste allerdings ein gehöriges Stück Arbeit verrichten, ehe der 26:25 (12:11)-Erfolg bei den Füchsen Berlin feststand. Dagegen musste der VfL Gummersbach (23:15) im Kampf um die Europapokal-Plätze einen Rückschlag hinnehmen. Bei der TuS N-Lübbecke verlor der EHF-Pokalsieger 26:27 (14:12), blieb aber auf Platz sieben.