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HSV präsentiert sich meisterlich

Nach der Schlusssirene bildeten die Spieler des HSV spontan vor dem eigenen Tor einen Halbkreis und hüpften zu den stampfenden Beats von Jan Delays Hit "Wir machen das klar." Besungenes "das" könnte man durchaus auf die deutsche Meisterschaft beziehen, denn wie die Hamburger die Rhein-Neckar Löwen aus der Color Line Arena fegten, war schon meisterlich. Das 37:26 (18:10) vor 10825 restlos begeisterten Zuschauern, mit dem der HSV seine Tabellenführung verteidigte, war ein fettes Ausrufezeichen. "Dieser Sieg ist ein Signal an die Konkurrenz: Hier gewinnt keiner!", verkündete Dänen-Turbo Hans Lindberg, mit 11 Toren bester Werfer. "Das waren zwei sehr wichtige Punkte auf dem Weg zu unserem großen Ziel", freute sich Pascal Hens. Nach hart umkämpfter erster Halbzeit drehten die Gastgeber, die ohne die verletzten Topstars "Toto" Jansen und Bertrand Gille auskommen mussten, in den letzten 20 Minuten auf, dass den Löwen Hören und Sehen verging. Keeper Per Sandström (verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre), der in der 40. Minute beim Stand von 22:21 gekommen war, vernagelte seinen Kasten (11 Paraden, 65 Prozent gehaltene Bälle - absolute Weltklasse!), die Abwehr packte gnadenlos zu, vorne war fast jeder Wurf ein Treffer. Die Halle kochte. "Das war das Beste, was wir seit langem gespielt haben", strahlte der starke Jansen-Ersatz "Matti" Flohr.