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DKB Handball-Bundesliga

HSV-Präsident: «Haben uns in Frank Rost getäuscht»

Vereinspräsident Matthias Rudolph vom Handball-Bundesligisten Hamburger SV hat den nach nur sechs Wochen zurückgetreten Geschäftsführer Frank Rost scharf kritisiert.

«Wenn da einer ist, der sich beleidigt fühlt und gleich wieder hinschmeißen will, dann ist das eine Sache, die wir uns nicht bieten lassen können», sagte Rudolph dem Radiosender NDR 90,3 und ergänzte: «Wenn jemand nicht zu uns passt, dann ist das eben so. Wir haben uns in Frank Rost getäuscht und ich bin sehr erstaunt über sein Verhalten.» Der ehemalige Fußballprofi Rost hatte am Montagabend seinen Rücktritt erklärt. Grund sollen nach übereinstimmenden Medienberichten Differenzen mit der Clubführung sein. Zuletzt soll sich Rost bei Spielerverpflichtungen übergangen gefühlt haben. Vom Verein gab es am Dienstagmorgen noch keine offizielle Stellungnahme.
„Wir hatten gehofft, dass wir gemeinsam einige Dinge verbessern können, aber es passt nicht zusammen“, sagte HSV-Chef Matthias Rudolph der „Hamburger Morgenpost“.


Noch am Montag bei der Saisoneröffnung hatte Rost Mannschaft und Trainer des Champions-League-Siegers unter Druck gesetzt. „Gemessen am Etat müssten wir die Titel nur so reinholen“, sagte der frühere Torhüter des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Trainer Martin Schwalb widersprach öffentlich („Geht es nach dem Etat, müssten wir Vizemeister werden.“), was als weiteres Indiz für das schwierige Verhältnis zwischen Rost und Teilen der Vereinsführung gewertet wurde. So soll Rost auch erst am Montagmorgen von der Verpflichtung des Linkshänders Zarko Markovic von Frisch Auf Göppingen erfahren haben. Den Deal sollen Schwalb und der zweite Geschäftsführer Christoph Wendt eingefädelt haben. Rost sei nicht in die Verhandlungen eingebunden gewesen, schreibt das „Abendblatt“.