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DKB Handball-Bundesliga

HSV will nachziehen - Balingen hofft auf Gaugisch-Effekt

Zum Re-Start der HBL haben der THW Kiel und die Füchse Berlin ihre Auswärtsaufgaben erfolgreich erledigt. Im Top-Duell siegten die Rhein-Neckar Löwen in der Fremde bei der SG Flensburg-Handewitt. Als letztes Team des Spitzenquintetts ist nun der HSV Hamburg gefordert. Der Champions-League-Sieger hat die Bundesliga-Generalprobe am Mittwoch in der CL-Gruppenphase in Velenje souverän gemeistert und ist am Samstag in Wetzlar klarer Favorit.

Im Abstiegskampf sind die Blicke nach Eisenach und Balingen gerichtet. In der „Werner-Aßmann-Hölle“ von Eisenach will sich der ThSV mit einem Sieg gegen Mitaufsteiger Bergischer HC weiter an das rettende Ufer heran robben und gleichzeitig die Löwen tiefer in den Abtsiegstrudel ziehen.

So tief drin im Keller wie noch nie stecken in dieser Saison die Balinger. Der südlichste Bundesligist hatte zum Jahreswechsel reagiert und Trainerlegende Dr. Rolf Brack beurlaubt. Sein Nachfolger Markus Gaugisch soll es nun richten und bei seiner Heimpremiere gegen Lübbecke die ersten zwei Zähler einfahren.

Sa., 19.00 Uhr – Rothenbach-Halle, Kassel:
MT Melsungen (6.) – TBV Lemgo (9.)

„Die Basics sind gelegt, jetzt muss es losgehen“, sagte MT-Coach Michael Roth voller Ungeduld nach sechs Wochen Ligapause. Die Bartenwetzer haben sich mit einem fünftägigen Trainingslager im Hochschwarzwald und insgesamt sechs Testspielen intensiv auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet. „Lemgo hat sich gegenüber unserem Vergleich im letzten Jahr ganz klar weiterentwickelt. Zudem ist die Mannschaft, die einen schnellen Ball spielt und starken Druck nach vorn entfacht, nach einigen zwischenzeitlichen Verletzungssorgen jetzt offenbar wieder vollbesetzt. Das macht die Sache für uns alles andere als einfach“, zollt Roth den Gästen aus Ostwestfalen, die im Hinspiel beim 33:38 chancenlos waren, gehörigen Respekt. Niels Pfannenschmidt, sein Pendant auf TBV-Seite, ist nach einem klaren 34:29-Testspielsieg gegen Wetzlar vor dem Auftritt in Kassel guten Mutes: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Insgesamt gehen wir mit einem guten Gefühl raus. Wir fühlen uns gewappnet für Melsungen.“


Die bisherige Bilanz:
Heim:             8 Spiele – 3 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen – 238:246 Tore
Auswärts:      9 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 7 Niederlagen – 264:299 Tore
Gesamt:         17 Spiele – 5 Siege, 0 Unentschieden, 12 Niederlagen – 502:545 Tore
Hinspiel: 38:33 – Letzte Saison: 29:34

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
MEL:
N – S – N – U – S
TBV:
S – S – N – N S

Schiedsrichter:
Behrens/Fasthoff (Neuss)

 

Sa., 19.00 Uhr – RITTAL-Arena, Wetzlar:
HSG Wetzlar (13.) – HSV Hamburg (4.) – live bei Sport 1.de

Auch ohne Pascal Hens (Schulterprobleme) und Torsten Jansen (Magenverstimmung) hat der HSV in der Champions League einen souveränen Eindruck hinterlassen. Beim 36:29 in Velenje wechselte Coach Martin Schwalb munter durch und konnte locker verschmerzen, dass Welthandballer Domagoj Duvnjak in fünf Versuchen ohne Torerfolg blieb. „Es musste dringend wieder losgehen. Wir müssen uns noch steigern und das werden wir auch“, sagte Schwalb mit Blick auf die Partie an seiner alten Wirkungsstätte. Dort in Wetzlar, wo „Schwalbe“ im Jahre 2005 tätig war, hat der aktuelle Coach Kai Wandschneider mit einigen Sorgen zu kämpfen. Die Halblinken Steffen Fäth und Kristian Bliznac sind verletzt, Linkshänder Daniel Valo fehlt eh noch länger. Einer weiteren möglichen Nachverpflichtung schon Manager Björn Seipp einen Riegel vor: „Wir holen niemanden mehr.“ Ein Coup wie im Vorjahr, als die HSG zum Saisonauftakt den HSV mit 33.26 düpierte, käme diesmal einer Sensation gleich.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             11 Spiele – 3 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlage – 287:296 Tore
Auswärts:      12 Spiele – 1 Sieg, 1 Unentschieden, 10 Niederlagen – 298:375 Tore
Gesamt:         23 Spiele – 4 Siege, 2 Unentschieden, 17 Niederlagen – 585:671 Tore
Hinspiel: 26:35 – Letzte Saison: 33:26

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
WET:
S – U – N – N – N
HSV:
S – S – S – S – N

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)

 

Sa., 19.00 Uhr – Sparkassen-Arena, Balingen:
HBW Balingen-Weilstetten (17.) – TuS N-Lübbecke Berlin (10.)

„Wir freuen uns unglaublich auf das Spiel. Die Jungs werden sich zerreißen und jeden Zentimeter Boden bearbeiten, um das Erfolgserlebnis zu erarbeiten“, glaubt  Balingens Neu-Coach Markus Gaugisch fest an das Gelingen der Mission Klassenerhalt: „Wenn wir es schaffen, das auf die Platte zu bringen, was wir uns vorgenommen haben und uns die Fans in gleichem Maße unterstützen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir gewinnen werden.“
Etwas dagegen haben dürfte Gäste-Trainer Dirk Beuchler. Der ehemalige Klasse-Kreisläufer hatte in der Vorbereitung aufgrund von Verletzungen selten alle Mann an Bord. Arne Niemeyer. Jens Schöngarth und Drago Vukovic heißen seine Sorgenkinder. „Arne wird uns ja noch länger fehlen, aber Jens macht Fortschritte und steigt wieder ins Mannschaftstraining ein. Drago fühlt sich gut, ihm fehlt nur noch etwas der Rhythmus“, so Beuchler, der auf der schwäbischen Alb einen „heißen Tanz“ erwartet, aber sich durchaus Chancen ausrechnet: „Wir hatten eine gute Vorbereitung und sind körperlich fit. Die Stimmung in der Mannschaft ist ebenfalls gut. Jetzt sind alle heiß und wollen, dass es endlich wieder los geht.“

Die bisherige Bilanz:
Heim:             6 Spiele – 3 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage – 168:160 Tore
Auswärts:      7 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen – 176:206 Tore
Gesamt:         13 Spiele – 5 Siege, 2 Unentschieden, 6 Niederlagen – 344:366 Tore
Hinspiel: 30:26 – Letzte Saison: 33:24

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
BAL:
N – N – N – U – N
LÜB: N SN – U – S

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier)

 

Sa., 19.00 Uhr – KAMPA-Halle, Minden:
TSV GWD Minden (15.) – TV Emsdetten (18.)

Im Hinspiel feierte der Aufsteiger aus dem Münsterland seinen ersten Sieg in seiner noch jungen Erstliga-Geschichte. Lediglich ein weiterer doppelter Punktgewinn ist seitdem hinzugekommen, so dass man sich rund um die Ems-Halle mit dem Gedanken eines nur einjährigen Gastspiels im Oberhaus anfreunden muss. Dennoch lässt man beim TVE nicht unversucht und hat kurzfristig Palle Hansen verpflichtet. Der 2,02 Meter große Linkshänder bestritt bereits 4 A-Länderspiele für Dänemark. Bei Gastgeber GWD Minden baut man nach zuletzt vier Heimsiegen in Folge naturgemäß auf die wiedergewonnene Heimstärke. Die Spielpause hat der Altmeister genutzt, um den Vertrag mit Mittelmann Sören Südmeier um zwei Jahre zu verlängern. „Wir freuen uns, dass ein weiteres Eigengewächs seine sportliche Entwicklung bei uns vorantreiben möchte. Sören ist in den letzten beiden Jahre zu einem gestandenen Bundesligaspieler gereift", zeigte sich GWD-Manager Horst Bredemeier sehr zufrieden.

Die bisherige Bilanz:
Bisher erst eine Begegnung in der DKB HBL.
Hinspiel: 23:24 – Letzte Saison: --:--:

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
GWD:
S – N – N – S – N
TVE:
N – N – N – N – N

Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen)

 

Sa., 19.00 Uhr – Werner-Aßmann-Halle, Eisenach:
ThSV Eisenach (16.) –Bergischer HC (14.)

Kurz vor dem Duell der Aufsteiger hat der ThSV Eisenach auf seine fortdauernde Verletztenmisere reagiert und Rückraumspieler Mikel Aguirrezabalaga Garcia verpflichtet. Der 29-jährige Spanier, der im linken Rückraum und auf der mittleren Aufbauposition seine Qualitäten hat, wird gegen den BHC sein Debüt im ThSV-Dress geben. Die Thüringer wollen am Samstag an ihre Glanzleistung vom überraschenden Heimsieg vor Weihnachten gegen die Berliner Füchse anknüpfen. Gegen jene Füchse absolvierte der ThSV auch seinen letzten Test und verlor nur knapp mit 30:31. „Es war unser bestes Vorbereitungsspiel, das uns positiv gestimmt der Fortsetzung der Punktspiele entgegen blicken lässt“, war Coach Adalsteinn Eyjolfsson mit dem Auftritt seiner Truppe zufrieden. Mit dem Gast aus dem Bergischen Land haben die Wartburgstädter allerdings nicht gerade ihren Lieblingsgegner zu Gast. Sowohl im Hinspiel als auch im Vorjahr musste man deutliche Packungen gegen die Bergischen Löwen einstecken.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             2 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 1 Niederlage – 56:54 Tore
Auswärts:      3 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen – 77:83 Tore
Gesamt:         5 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen – 133:137 Tore
Hinspiel: 26:34 – Letzte Saison: 25:33 (2. Liga)

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
EIS:
N – N – N – S – N
BHC:
N – N – N – N – N

Es fehlen:

Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart)


Ausführliche Spiel- und Hintergrundberichte und alle Statistiken zum 21. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga finden Sie am Dienstag, 11. Februar in der kommenden Ausgabe (Nr. 7) der HANDBALLWOCHE.