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Jonsson lässt Hannover jubeln

Der Aufsteiger sorgte erneut für einen Paukenschlag: "Wir haben wieder viel Emotion und Leidenschaft reingeworfen. Das war die Grundvoraussetzung, um überhaupt eine Überraschung zu schaffen", sagte Hannovers Trainer Frank Carstens. Dabei sah es beim 3:8 nach elf Minuten für eine klare Sache der Gäste aus. Carstens musste früh die Grüne Karte ziehen und nahm einige Umstellungen vor. Unter anderem wurde Andrius Stelmokas an den Kreis beordert. Obwohl die Deckung der Hausherren nicht sicher stand und auch Torwart Nenad Puljezevic erst spät in die Partie fand, kämpften sich die Hannoveraner mühsam heran. Insbesondere Lars Friedrich, der die technischen Unsicherheiten der Anfangszeit ablegte, und Neuzugang Torge Johannsen brachten die TSV mit fulminanten Aktionen von der rechten Seite ins Spiel zurück. Bei Göppingen beschränkten sich die Angriffsaktionen einzig auf Lars Kaufmann und Michael Thiede. Das war zu wenig. Nach 49 Minuten lag Hannover beim 25:23 erstmals mit zwei Toren vorn. Die Gäste konnten zwar immer wieder ausgleichen, doch 40 Sekunden vor dem Ende machte die isländische Allzweckwaffe Hannes Jon Jonsson mit dem finalen Treffer zum 30:29 die Sensation perfekt. "Ich bin maßlos enttäuscht und mit der Vorstellung meiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. Mir hat jegliche Leidenschaft gefehlt", war Göppingens Trainer Velimir Petkovic bedient.