TBV Lemgo - Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach - Verfolgerfeld noch enger zusammengerückt - Gummersbach winkt Platz 3 - Katzenjammer bei den Löwen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Verfolgerfeld noch enger zusammengerückt - Gummersbach winkt Platz 3

Katzenjammer bei den Löwen

Der MT Melsungen und die SG Flensburg-Handewitt haben eine Hochspannungs-Liga geschaffen. Nach den Überraschungssiegen der beiden Außenseiter gegen die Rhein-Neckar Löwen und gegen Frisch Auf Göppingen liegen am 12. Spieltag die fünf Teams auf den Platzen 3 bis 8 nur zwei Zähler auseinander. Wobei der VfL Gummersbach, der erst Samstag in Minden spielt, nach den Ausrutschern der Konkurrenz als heimlicher Gewinner des Spieltags mit nur 6 Minuspunkten sogar auf Rang 3 klettern kann.

Bei den Löwen herrschte nach dem völlig verdienten 26:30 gegen Flensburg Katzenjammer. "Schade, dass unsere Serie gerade in einem Heimspiel zu Ende geht", ärgerte sich Trainer Ola Lindgren über die erste Pleite nach 16 Pflichtspielen ohne Niederlage, die er nur „schwer zu erklären“ fand. „Wir sind alle enttäuscht, vor allem, da wir gut angefangen haben, ehe ein Bruch ins Spiel kam. Uns hat der Biss gefehlt, ich weiß nicht, ob es von der Belastung kommt.“

Einbruch nach den besten Saisonspielen

Was den Schweden wohl nachdenklich stimmt: Die Mannheimer, die in den Champions-League-Partien gegen Kielce und Chambery sowie in Gummersbach schon dreimal in den letzten Wochen trotz klarer Führungen noch einen Punkt abgegeben hatten, haben in der vergangenen Woche beim 38:22-Triumph in Lemgo und beim 37:29 in Velenje ihre besten Spiele der Saison abgeliefert. Was den Einbruch des Star-Ensembles, bei dem allen voran Karol Bielecki eine unterirdische Leistung ablieferte, ausgerechnet gegen das Ex-Team von Löwen-Manager Torsten Storm umso unverständlicher macht.

Klarer sieht da schon Velimir Petkovic: Der Göppinger Coach gestand nach dem 26:28 in Melsungen, dass sein Team „ganz schlecht gespielt“ habe. Da man das, zusammen mit der von ihm ebenfalls kritisierten Leistung der „ganz schlechten Schiedsrichter“, nicht kompensieren könne, sei eben die dritte Niederlage fällig gewesen.

Substanzverlust bei Frisch Auf

Was schon bei den Unentschieden im EHF-Pokal in Porto und gegen Großwallstadt offensichtlich wurde: Frisch Auf ist in der Tiefe einfach nicht gut genug besetzt, um den Substanzverlust durch die Dauerbelastung der ersten Sieben auffangen zu können. Letztlich tun die Probleme der Mittelklasse-Teams, bei denen sich die Löwen nun unfreiwillig wieder eingereiht haben, aber der Spannung und der Ausgeglichenheit und damit dem Ruf als ‚bester Liga der Welt‘ nur gut.