TBV Lemgo - LInkshänder spielt starke Partie als Kreisläufer - Kehrmann glänzt in ungewohnter Rolle - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
LInkshänder spielt starke Partie als Kreisläufer

Kehrmann glänzt in ungewohnter Rolle

Von wilden Prügelszenen über spektakuläre Last-Minute-Tore bis hin zu rasanten Aufholjagden - beim kleinen OWL-Derby zwischen Lemgo und Lübbecke haben sich Ereignisse und Emotionen häufig überschlagen. Das Außergewöhnlichste bei der 21. Auflage war das Normale. Mit 33:28 (14:10) gingen Sieg und Punkte an den TBV.

Wobei Volker Mudrow sehr wohl relativierte. "Es ist schon etwas Besonderes, ohne etatmäßige Linksaußen und Kreisläufer antreten zu müssen", meinte der neue TBV-Trainer, der einen Akteur besonders adelte. Kehrmann habe ein Sonderlob verdient. "Flo hat in der Abwehr und im Angriff geglänzt", urteilte Mudrow über seinen siebenfachen Torschützen, der wie selbstverständlich das nach den Verletzungen von Preiß und Svavarsson entstandene Vakuum am Kreis ausfüllte.

Auch in der rechtsseitig verschobenen 5:1-Deckung sprühte Kehrmann vor Energie und rückte Arne Niemeyer nicht von der Pelle. "Dabei waren wir auf solch eine Situation vorbereitet. Wir haben ein klares Konzept gegen eine 5:1-Abwehr, doch anfangs fehlte uns die Linie", monierte Gästecoach Patrick Liljestrand, der nach 23 Minuten mit Linksaußen Remer nach Hansen und Felixsson bereits seine dritte Option auf der Spielmacherposition zog.

Weil der TBV Lemgo in der ersten Hälfte lediglich sieben Feldtore zuließ, erntete auch Liljestrand keinen Widerspruch, als er konstatierte: "Uns fehlte nur ein Spieler, Lemgo fehlten viele. Doch der Ausfall von Jurecki traf uns mehr." Der polnische Power-Handballer, der den TBV vor einem Jahr mit 15 Toren fast im Alleingang aus dem DHB-Pokal geschossen hatte, droht mit seiner schmerzhaften Knieprellung auch für das nächste TuS-Match gegen Flensburg auszufallen. Dass der TBV über 4:1, 7:4, 12:8, 18:14 und 25:17 einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegensteuerte, war auch dem miserablen Überzahlverhalten der Gäste geschuldet. Lemgo gelangen allein neun Treffer in Unterzahl. "Beim TBV können viele Spieler auf verschiedenen Positionen spielen. Da sieht man kaum, dass einer fehlt", meinte Liljestrand. T

rainerkollege Mudrow sah dagegen noch Steigerungsmöglichkeiten. "Wir sind mit 8:2 Punkten gestartet. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Ich hatte mit 10:0 gerechnet. Deshalb müssen wir gegen Gegner punkten, wo man es nicht erwartet", so der TBV-Coach.