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Keine Führung, keine Chance für Minden

Es ist müßig, zu spekulieren, ob der Club GWD Minden noch eine Chance auf den Klassenerhalt hat - in dieser Partie gegen Gummersbach war er chancenlos. Keine Führung, nicht einmal ein Unentschieden stand für GWD in diesem undramatischen Spiel zu Buche. "Tut mir leid, wenn wir hier eventuell die letzten Träume auf den Klassenerhalt zunichte gemacht haben. Hier in Minden leisten alle sehr gute Arbeit, der letzte Platz ist unerklärlich", sagte Gäste-Trainer Sead Hasanefendic.

Die Gummersbacher waren gegen den ausgezehrten Mindener Kader abgezockter, trafen fast nach Belieben. Die Mindener Abwehr inklusive Torhüter Nikolas Katsigiannis machten es den Werfern der Oberbergischen viel zu leicht. Immer, wenn die Fans der Grün-Weißen Hoffnung schöpften, zumindest einmal eine Ausgleichschance in Ballbesitz zu erhalten, zappelte der Ball wieder im Mindener Netz. Die Dankerser fanden kein Mittel gegen die Gummersbacher Rückraum-Werfer Adrian Pfahl und Viktor Szilagyi.

Gegen Ende der ersten Hälfte hatten die unermüdlich kämpfenden Hausherren sogar Glück, nur mit drei Toren im Rückstand zu liegen. Nach der Pause kam Svenn-Erik Medhus ins Mindener Tor, der machte seine Sache etwas besser. Brana Putics, der im Angriff gebracht wurde, brachte dort keinerlei Belebung. Dennoch ließ GWD nicht locker, kämpfte sich nach dem 16:23 (37.) wieder heran. Als Anders Henriksson in der 50. Minute das 24:26 erzielte, keimte etwas Hoffnung auf, doch individuelle Fehler machten die Chance zunichte. Putics vertändelte einen Ball und Adrian Wagner traf zum 24:27. Der erneut starke René Bach Madsen, verkürzte auf 25:27. Doch dann ließ Medhus einen Wurf aus sehr spitzem Winkel von Vedran Zrnic ins kurze Eck passieren, den er eigentlich hätte halten müssen.

Nach einer Auszeit von GWD-Trainer Ulf Schefvert brachte Gylfi Gylfason die Mindener noch einmal auf 26:28 heran, doch die Partie war gelaufen.