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Vertrag mit einem Wettanbieter

Keine Konsequenzen für Hanning

Manager Bob Hanning vom Bundesligisten Füchse Berlin muss wegen seines Testimonialvertrages mit einem Wettanbieter keine Konsequenzen befürchten. Die Handball-Bundesliga (HBL) sprach ihrem Vize-Präsidenten Hanning nach Prüfung des Sachverhalts im Rahmen einer Präsidiumssitzung in Düsseldorf am Wochenende das Vertrauen aus.

Ein unabhängiger Richter hatte festgestellt, dass die formellen Rahmenbedingungen der vertraglichen Vereinbarung zwischen Hanning und dem Wettanbieter nicht gegen geltende gesetzliche Vorgaben, die HBL-Ethikrichtlinien oder die Rechtsordnung des Deutschen Handball-Bundes (DHB) verstoßen. Bei der Prüfung hatten sich zudem keine Anhaltspunkte darauf ergeben, dass Hanning Einfluss auf die Bewertung von Wettquoten im Handballsport genommen haben könnte.Hanning hatte zuvor bereits bestritten, an der Erstellung von Wettquoten beteiligt zu sein. „Ich mache keine Quoten und habe keine Quoten gemacht“, sagte Hanning dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Er stehe dem Anbieter für Werbemaßnahmen zur Verfügung und zwar aufgrund eines üblichen Testimonialvertrages. Außerdem gebe er gelegentlich im Rahmen von „Expertentipps“ seine Meinung zu Sportveranstaltungen wieder, „allerdings nie zu Spielen der Füchse“. Bemerkenswert sei zudem, dass „die Quellen dieser unrichtigen Behauptung unbekannt sind“.Allerdings regte Rolf Nottmeier, Mitglied der HBL-Lizenzierungskommission und Vorsitzender Richter am Arbeitsgericht Minden, an, dass Hanning seine Tätigkeit bei dem Wettanbieter zunächst ruhen lässt. Hanning will darüber nach Gesprächen mit seinem Vertragspartner entscheiden.