Frisch Auf! Göppingen - SG Flensburg-Handewitt - Zuschauer machen gegen Flensburg den Unterschied für Göppingen - "Keine Lust, das Spiel zu verlieren" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Zuschauer machen gegen Flensburg den Unterschied für Göppingen

"Keine Lust, das Spiel zu verlieren"

Es war – wieder einmal – allerbeste Werbung für den Handball. Mit Frisch Auf Göppingen hatte das Verfolger-Duell der Bundesliga zwar einen verdienten Sieger, der damit – zumindest bis zum heutigen Spiel der Rhein-Neckar Löwen – auf Platz drei hochkletterte. Aber eigentlich hatte der vorherige Dritte SG Flensburg-Handewitt beim 27:30 keine Niederlage verdient.

Schließlich hatten die Schützlinge von Trainer Per Carlen sich nach 0:5 und 4:9-Rückständen ins Spiel zurückgekämpft, ehe sich die Göppinger dank „Siegeswillen,  Kampfkraft und Moral“, die Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic nachher lobte, doch durchsetzten. Dass selbst Petkovic „so eine sensationelle Stimmung in der ‚Hölle Süd‘ noch nie erlebt‘ hatte und war sichtlich begeistert war, tat ein übriges. „So eine Unterstützung wie heute habe ich noch nie erlebt, das war noch etwas besser als gegen Hamburg.“

Auch FAG-Nationalspieler Michael Haaß betonte: „Wenn die Leute wie heute in der Pause am Kabinengang stehen und klatschen, hat man überhaupt keine Lust das Spiel noch zu verlieren.“ Was Michael Schweikardt unterstrich: „Dank der Unterstützung der Zuschauer, Leidenschaft und Siegeswillen haben wir am Ende die zwei Punkte aber hier behalten.“

Mit der eigenen Leistung zufrieden waren auch die Flensburger, allen voran der überragende Lars Christiansen. „Wir haben große Moral bewiesen, gut gespielt und uns zurückgekämpft. Insgesamt war es ein glücklicher Sieg für Göppingen. Sie haben am Ende zwar gut gespielt, wohingegen wir uns etwas schwer getan haben. Wir haben heute dennoch eine super Leistung abgeliefert. Wir waren durchaus mit Göppingen auf Augenhöhe und hätten sie auch schlagen können. Am Ende war es ganz knapp."

Mit Blick auf die Top-Vorstellung und die 12 Tore des dänischen Linksaußen bedauerte Flensburgs Team-Manager Lubomir Vranjes, dass der zweitbeste Torschütze der Bundesliga-Historie seine Abschiedssaison spielt: „Lars hat seine Entscheidung getroffen aufzuhören, das müssen wir akzeptieren. Er ist ja ein alter Sack“, sagte Vranjes augenzwinkernd.

Christiansen selbst erklärte noch, wie er sich den Rest seiner letzten Spielzeit vorstellt. „Wir werden natürlich alles geben, um Tabellenrang drei zu erreichen. Unser Ziel ist und bleibt jedoch ein Platz unter den ersten Fünf der Liga. So wie wir zuletzt aufgetreten sind, können wir das auch schaffen. Wenn es uns gelingt an die Leistungen der letzten Begegnung anzuknüpfen, ist sogar Rang vier oder drei drin.“