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Kiel patzt - Flensburg, Berlin und Magdeburg siegen

Nach der Langeweile in der vergangenen Saison bleibt der Kampf um die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr spannend - denn Titelverteidiger THW Kiel kassierte überraschend seine dritte Saisonniederlage.

Der Triple-Sieger, der voriges Jahr ohne Punktverlust den Titel geholt hatte, unterlag mit 29:33 (12:16) bei Frisch Auf Göppingen. Auch wenn die Kieler gegen Göppingen erstmals seit mehr als acht Jahren wieder verloren, behalten sie die Tabellenführung vor den Rhein-Neckar Löwen.

Bereits nach sechs Minuten nahm Coach Alfred Gislason beim Stand von 1:5 die erste Auszeit. In der Deckung agierte sein Team ideenlos, auf der Gegenseite erwischte FA-Keeper Primoz Prost mit zahllosen Paraden einen Sahnetag und Kiel lag zwischenzeitlich mit 7:15 zurück. Nach dem Seitenwechsel setzte Göppingen sein kämpferisches Spiel unverändert fort, Kiel enttäuschte auf ganzer Linie.

Beide Teams stehen am Wochenende international vor Herausforderungen: Kiel muss im Viertelfinale der Champions League einen zwei-Tore-Rückstand gegen Medwedi Tschechow aufholen, Göppingen braucht seinerseits einen Heimsieg gegen CB Logroño, um im EHF-Cup sicher unter die letzten Acht vorzustoßen.

Vor den Augen von Bundestrainer Martin Heuberger baute die SG  Flensburg-Handewitt ihre Erfolgsserie aus. Mit dem 30:27 (16:16) gegen den Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen sind die Norddeutschen seit 21 Pflichtspielen ungeschlagen und zu Hause in dieser Saison noch ohne Punktverlust. Die ersatzgeschwächten Mannheimer verkauften sich teuer, doch Flensburg hatte die besseren Wechselmöglichkeiten und am Ende den längeren Atem.

Derweil besiegten die Füchse Berlin den Abstiegskandidaten TV Großwallstadt mit 30:21 (12:12), zeigten aber nur in der zweiten Halbzeit eine ansprechende Leistung. Nun können sich die Füchse ganz auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions-League gegen Atlético Madrid konzentrieren. Nach dem 29:29 im Hinspiel in Madrid haben die Berliner gute Chancen, wie im Vorjahr ins Viertelfinale einzuziehen.

Der im EHF-Cup bereits für das Viertelfinale qualifizierte SC Magdeburg feierte unterdessen den ersten Heimsieg des Jahres. Die Bördeländer setzten sich zu Hause gegen den TBV Lemgo mit 27:24 (18:12) durch.