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Löwen demontieren Flensburg

Kiel stoppt Krise

Der Aufbaugegner kam für die zuletzt entzauberten Kieler Handballer zur rechten Zeit. Nicht einmal acht Minuten reichten dem «Noch-Meister», um bei der HSG Wetzlar mit dem 32:24 seine Mini-Krise zu beenden und nach zwei Heimpleiten wenigstens den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

Doch den Überfliegern der vergangenen Jahre sitzen die Rhein-Neckar Löwen im Nacken. Die Mannheimer, die am vergangenen Mittwoch mit dem Auswärtssieg im Kieler Wohnzimmer die Meisterträume der «Zebras» endgültig zum Platzen brachten, lieferten am Samstag mit dem 41:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt Handball der Extra-Klasse ab und haben somit beste Chancen, auch in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen.

Das Duell mit Flensburg vor 11 103 Zuschauer in der SAP Arena wurde zur Patrick-Groetzki-Gala. Der Nationalspieler traf von seiner Rechtsaußen-Position zwölfmal und stellte damit einen Bestwert in seiner Karriere auf. Doch das war nicht der einzige Rekord, den das Team von Gudmundur Gudmundsson markierte. 41 Tore sind ebenfalls Saison-Bestleistung. «Das hat einfach Spaß gemacht», sagte Abwehr-Stratege Oliver Roggisch. Gudmundsson, dessen Team nun punktgleich mit dem THW Kiel ist, hatte nach dem Abpfiff nichts zu kritisieren: «Meine Spieler haben eine überragende Leistung gezeigt.»

Die Flensburger hingegen schlichen mit hängenden Köpfen vom Parkett. «Es war ein merkwürdiges Spiel, vielleicht das schlechteste von uns in dieser Saison. Die nun anstehende Pause wird uns gut tun», sagte Österreichs Nationalspieler Viktor Szilagyi. In der kommenden Woche ist Liga-Pause, die deutsche Auswahl von Heiner Brand bestreitet am kommenden Wochenende zwei Test-Länderspiele gegen Norwegen. Nach der Demontage kündigten Szilagyi & Co. Wiedergutmachung an. «Beim Final Four werden wir definitiv ganz anders auftreten», sagte der Österreicher. Am 7. Mai trifft die SG im Pokal-Halbfinale erneut auf die Rhein-Neckar Löwen.

Kiels Coach Alfred Gislason war nach dem Pflichtsieg erleichtert. «Die Mannschaft war nach den zwei Niederlagen etwas verunsichert», bekannte der Isländer. 30 Minuten boten die Wetzlarer dem Favoriten Paroli, doch innerhalb von nicht einmal acht Minuten war der THW uneinholbar enteilt. «Wir haben verdient gewonnen», sagte Gislason, auf den am Dienstag beim TBV Lemgo aber eine höhere Hürde wartet. Zumal die Lemgoer gegen den Tabellenletzten DHC Rheinland mit dem 34:18 eine gelungene Generalprobe hinlegten. «Wir haben den Fans ein tolles Spiel geboten», sagte TBV-Coach Volker Mudrow.

Hoffnungen auf die internationale Handballbühne kann sich weiter der SC Magdeburg machen, der 37:29 bei der HSG Ahlen-Hamm siegte und als Siebter nun punktgleich mit Flensburg ist. Einen Rückschlag im Kampf um die Europapokal-Plätze musste dagegen der VfL Gummersbach hinnehmen, der zu Hause mit 25:26 gegen die MT Melsungen verlor.

Der Tabellen-Fünfte Frisch Auf Göppingen kassierte mit dem 29:31 gegen den TSV Hannover-Burgdorf eine unerwartete Heimschlappe. Während die Niedersachsen den unerwarteten Sieg im Kampf gegen den Abstieg euphorisch bejubelten, war bei den Gastgebern Tristesse angesagt. «Meiner Mannschaft hat heute das Feuer gefehlt, aufgrund der hohen Belastungen der letzten Spiele hat vielleicht auch die Kraft gefehlt», meinte FA-Trainer Velimir Petkovic.

 

KOMMENTARE

Chrissy aus Kiel, 10.04.11, 20:28 Uhr
Was heißt denn hier Krise??? Das man gleich immer alles so ausschlachten muß...! Die beiden Niederlagen waren mehr »
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