THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel dominiert Rhein-Neckar Löwen - Kiels Trainer Gislason verbreitet Optimismus pur - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
THW Kiel dominiert Rhein-Neckar Löwen

Kiels Trainer Gislason verbreitet Optimismus pur

Die Dominanz des deutschen Rekordmeisters scheint ungebrochen. Wie ein Tornado ist der THW Kiel am Dienstagabend über die Rhein Neckar-Löwen beim 36:29 (18:11) hinweggefegt und stellte vor 10 250 jubelnden Zuschauern den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel sicher. Die neue Mannschaft hatte offenbar ein klares Zeichen setzen wollen für die Konkurrenz. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir verlieren konnten“, erklärte Filip Jicha, der tschechische Rückraumstar des THW. „Wir haben unsere Aufgaben erledigt, nun freuen wir uns auf die kleine Pause.“ Die Hoffnungen der Konkurrenz, nach den Abgängen der Stars Nikola Karabatic, Vid Kavticnik (beide nach Montpellier) und Stefan Lövgren (Karriereende) die Tabellenspitze angreifen zu können, haben einen empfindlichen Dämpfer erlitten.  

THW-Trainer Alfred Gislason, der tags zuvor 50 Jahre alt geworden war, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Leistung seines Teams, trotz der kleinen Schwächeperiode Mitte der zweiten Halbzeit. Der Isländer malt eine rosige Zukunft für seine Mannschaft: „Ich glaube, wir können noch viel besser werden als im letzten Jahr“. Gislason sieht sogar noch viel mehr Potenzial als in der Vorsaison, als der THW mit 65:3-Zählern einen neuen Punktrekord aufgestellt hatte. Vor allem die fantastische Besetzung des THW-Rückraums macht den Erfolgstrainer so optimistisch, dass der THW die Serie seiner Meisterschaften seit 2005 fortsetzen kann.

Schließlich haben die neuen THW-Rückraumstars ihre großen Möglichkeiten erst angedeutet. Der 1,2 Millionen-Einkauf Daniel Narcisse und Momir Ilic zeigten sich bei der Heimpremiere beeindruckt von der Kulisse. „Beide waren ein wenig nervös“, wunderte sich Gislason zwar, aber das werde sich geben. „Daniel wird noch kommen, er hat ein unglaubliches Gefühl für die Spielsituation.“ Auch funktionierte das Tempospiel des THW noch nicht so, wie es sich Gislason vorstellt. Die Abläufe müssen auch hier, da insgesamt sieben Neuzugänge verpflichtet wurden, erst automatisiert werden.

Viel investiert haben die Löwen, doch der Rekordmeister scheint noch eine Nummer zu groß für die Badener. „Wir müssen noch viel arbeiten, um mit dem THW Schritt halten zu können“, erkannte Löwen- Torhüter Henning Fritz. „Kiel macht einfach die wichtigen Tore“, sagte Löwen-Manager Thorsten Storm. Sein Team muss nun unbedingt das nächste Heimspiel gegen den HSV Hamburg gewinnen. „Ich gehe davon aus, dass wir den HSV schlagen“, sagte Storm. Andernfalls wäre der Anschluss an die Tabellenspitze schon früh verloren.

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden
MEISTGELESENE ARTIKEL