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Klassenunterschied nur selten zu sehen

Eine Halbzeit hielt Mattias Andersson deutlich besser als sein Gegenüber Johannes Bitter. Das reichte dem TVG, um dem HSV auf Augenhöhe zu begegnen. Die Großwallstädter Deckung hielt den Hamburgern lange Stand, auch weil die beiden kroatischen Bundesliga-Neulinge Igor Vori und Domagoj Duvniak eine gewisse Anlaufzeit brauchten. Die Gastgeber blieben bis zur Pause im Spiel, obwohl Neuzugang Csaba Szücz Nerven zeigte. Nachdem nach seinem ersten Wurf der Ball vom Pfosten zurückgeprallt war, wollte dem jungen Halblinken nicht mehr viel gelingen. Ganz anders sein Pendant im rechten Rückraum, Steffen Weinhold. Der Nationalspieler zeigte eine starke Leistung, war von den Hamburgern nur schwer zu kontrollieren.

Dies alles galt aber nur bis zur Pause. Die Hamburger kamen konzentrierter aus der Kabine, vor allem die Abwehr packte nun energischer zu. Und prompt kam auch Johannes Bitter ins Spiel. Nun ging es ganz schnell.


Vori kann sich entfalten

Zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen halfen den Hamburgern auf die Sprünge, Weltklassespieler Vori konnte sich nun am Kreis entfalten und die Partie schien früh entschieden. Mit einem 10:3-Lauf hatte der HSV alles unter Kontrolle. Dem TVG unterliefen nun zu viele einfache Fehler, die Angriffe wurden nicht mehr lange genug ausgespielt, die Abschlüsse kamen zu früh und der HSV konterte eiskalt. Nun war der von Anfang an erwartete Klassenunterschied zu erkennen.

Warum die Partie noch einmal kippte, konnte hinterher kaum jemand schlüssig erklären. Sieben Minuten vor dem Ende lagen die Hamburger noch mit 26:19 in Führung, als der TVG eine Aufholjagd startete. Und hätten die beiden Unparteiischen beim Stand von 24:26 zwei Minuten vor dem Ende nicht eine geradezu absurde Entscheidung gegen den TVG getroffen, als Oliver Köhrmanns einen Pass nach links spielte und wegen Stürmerfouls zurückgepfiffen wurde, wer weiß, wie eng es noch geworden wäre.

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