SG Flensburg-Handewitt - Interview mit Ljubomir Vranjes, Trainer der SG Flensburg-Handewitt - Kleine Teilziele und keine großen Visionen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Interview mit Ljubomir Vranjes, Trainer der SG Flensburg-Handewitt

Kleine Teilziele und keine großen Visionen

Die drei Tage von Damp sind vorbei. Die Vorbereitung der SG Flensburg-Handewitt läuft inzwischen seit fast drei Wochen. Ein guter Zeitpunkt, um mit Trainer Ljubomir Vranjes eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und vor allem nach vorne, auf die neue Saison, zu blicken. "Wir wollen natürlich besser abschneiden als Platz sechs", so Vranjes befragt nach dem Saisonziel, der Schwede erklärt allerdings: "Ich favorisiere viele kleine Teilziele und nicht die großen Visionen."

Wie ist der Stand der Vorbereitung. Läuft alles nach Plan?

Ljubomir Vranjes: Diese Frage kann ich ganz klar mit einem Ja beantworten. Den Spielern muss ich nicht viel sagen. Sie wissen, was zu tun ist. Bislang haben wir uns auf das physische und konditionelle Training konzentriert. Ab jetzt werden wir uns langsam mehr auf den Handball fokussieren. Auch die Rehabilitation unserer drei angeschlagenen Akteure läuft nach Plan.

Sie haben es schon angesprochen: Es gibt einige verletze Spieler, und zwar Lasse Svan Hansen, Tobias Karlsson und Jacob Heinl. Wann kann dieses Trio wieder voll mitmischen?

Wir alle haben großes Vertrauen in unseren Mannschaftsarzt Prof. Dr. Hauke Mommsen und werden kein Risiko eingehen. Es wäre natürlich schade, wenn jemand zum Saisonstart fehlen würde. Ich bin aber optimistisch, dass alle rechtzeitig fit sein werden. Und da ich Optimist bin, sehe ich in der jetzigen Situation auch einen Vorteil. Nun haben andere Spieler die Möglichkeit zu zeigen, was sie drauf haben - das gilt gerade für die Abwehrmitte.

Es ist Ihre erste Vorbereitung als Cheftrainer. Gab es besondere Situationen, die Sie vorher so nicht erwartet hättest?

Ich nehme seit 25 Jahren an Vorbereitungen teil, da gibt es keine wirklichen Überraschungen mehr. Natürlich muss man mit der Zeit gehen, etwas dazulernen und immer akribisch arbeiten.

Mit Holger Glandorf, Lars Kaufmann und Mattias Andersson sind drei neue Spieler zur SG gestoßen. Welche Rolle sollen sie im Team übernehmen?

Das werden wir in ein paar Wochen sehen. Zunächst müssen die Neuen hart trainieren, denn auch alle anderen trainieren hart. Ich kann mich nicht nur um die neuen Spieler kümmern, da ich auch mit dem Stamm weiterarbeiten muss. Außerdem verfügen unsere drei Neuzugänge bereits über viel Bundesliga-Erfahrung, die ihnen bei uns hilft.

Sie hatten angekündigt, neben der 6:0-Deckung ein offensiveres Abwehrsystem einzustudieren. Wie ist der Stand der Dinge?

Ich denke, dieses Thema werden wir erst ab November richtig angehen. So einfach ist es nicht, eine Abwehr umzumodeln. Handball ist kein einfacher Sport. Früher reichte es, in der Deckung nur zu kämpfen. Heute muss man kämpfen und das Spiel richtig verstehen. Die Angreifer sind zu gut geworden.

Die SG wurde in der abgelaufenen Serie Sechster. Wie stehen die Chancen, wieder nach oben zu klettern?

Alles ist abhängig vom Kader. Ein sechster Rang ist nicht optimal. Aber wenn man berücksichtigt, was in der letzten Rückserie alles an Verletzungen passiert ist, hat unser Team sehr gute Leistungen vollbracht. In dieser Serie wird es bestimmt nicht einfacher, da sich auch die Mannschaften, die zuletzt hinter uns lagen, verstärkt haben. Das gilt für Magdeburg, aber auch für Nettelstedt. Wenn man in die Handballwoche schaut, haben die Westfalen zumindest von der Papierform eine wirklich gute Mannschaft beisammen. Dennoch: Wir wollen natürlich besser abschneiden als Platz sechs.

Welche Ziele haben Sie sich in den Pokal-Wettbewerben gesetzt?

Das Final Four wollen wir wieder erreichen. Aber das möchte sicherlich jeder Bundesliga-Klub. Im Europacup der Pokalsieger haben wir sicherlich eine Mannschaft, die ganz vorn dabei sein kann. Aber ein schlechtes Spiel kann alles kaputt machen. Außerdem wissen wir jetzt noch nicht, was im Dezember oder Januar sein wird. Ich favorisiere ohnehin viele kleine Teilziele und nicht die großen Visionen.

KOMMENTARE

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