HBW Balingen-Weilstetten - Kneer-Weinhold-Tiedtke eine tolle Achse - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Kneer-Weinhold-Tiedtke eine tolle Achse

Unterschiedlicher hätten die beiden Halbzeiten nicht verlaufen können. Vor der Pause bereiteten die Balinger mit ihrer knorrigen Härte, die einige Male auch über das Erlaubte hinaus ging und von den beiden Schiedsrichtern nur unzureichend geahndet wurde, dem TVG große Probleme. In dieser Phase gelang es dem Balinger Fabian Oelze auch im Angriff, ganz geschickt Regie zu führen. Nach dem Wechsel setzte sich dann bei gleichbleibender Intensität des Spiels die größere individuelle Klasse der Gastgeber durch. Mattias Andersson knüpfte nahtlos an seine Form vor dem Europameisterschaft an, sorgte mit glänzenden Paraden für Ruhe in den eigenen Reihen. Als Andersson dann auch noch selbst ein Tor erzielte, als die Balinger Strategie, bei eigener Unterzahl den Torwart aus dem Spiel zu nehmen, schief ging, war die Partie im Grunde schon beim 20:16 in der 42.Minute gelaufen. Die Balinger Abwehr, lange gut eingestellt auf den TVG, bekam den überragenden Kreisläufer Jens Tiedtke (acht Versuche, acht Tore) nicht mehr zu fassen, auch weil die Rückraumspieler nun mehr Druck machten. Stefan Kneer, vor der Pause gegen die ehemaligen Kollegen merkwürdig gehemmt, spielte nun viel energischer und Steffen Weinhold hatte sich von einigen überharten Aktionen, vor allem vom sichtlich übermotivierten ehemaligen Großwallstädter Philipp Müller, erholt. Und so wurde aus einer zunächst engen Angelegenheit noch ein ganz klarer Sieg. "Der TVG hatte mit Kneer-Weinhold-Tiedtke eine tolle Achse", zollte Balingens Trainer Rolf Brack dem Gegner Respekt, "das war eine andere Welt als bei uns."