SG Flensburg-Handewitt - Knudsen bestraft starken Aufsteiger - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Knudsen bestraft starken Aufsteiger

Eine knappe Minute fehlte der HSG Düsseldorf am Ende zur halben Sensation. Denn der Aufsteiger hätte für seine unerwartet starke Vorstellung gegen die SG Flensburg-Handewitt zumindest einen Punkt vollauf verdient gehabt. Doch in der entscheidenden Phase nach Fölsers Anschlusstreffer zum 24:25 kam es ganz bitter: Trainer Goran Suton, der bereits in der 19. Spielminute mit Gelb verwarnt wurde, kassierte eine zweiminütige Bankstrafe. Im Gegenzug ließ Anders Eggert mit seinem Strafwurf zum 24:26-Endstand alle Düsseldorfer Träume platzen!

"Die HSG hat heute ein Spitzenspiel gemacht", musste auch Flensburgs Trainer Per Carlen anerkennen, dass seine Mannschaft in der Landeshauptstadt nur mit Glück am ersten Fleck auf der weiterhin weißen Weste vorbei schrammte. Nach 1:3-Rückstand übernahm die HSG durch einen von Patrick Fölser abgeschlossenen Dreierpack erstmals nach 12 Spielminuten die Führung. Musste aber nach 6:6 zur Mitte der ersten Halbzeit bis zur 40. Spielminute stets einem Rückstand hinterher laufen.

Doch die Düsseldorfer hatten ihre 28:32-Pokal-Blamage in Erlangen offenbar gut verdaut und kämpften gegen in der ersten Halbzeit alles andere als sattelfeste Flensburger bravourös. Allen voran Kurchev-Ersatz Nikola Kedzo. Der Neuzugang glänzte nach seinem vierminütigen Kurzeinsatz gegen Gummersbach beim Heimdebüt mit starken Würfen aus dem rechten Rückraum. Auf der anderen Seite blieb Positionskollege und Ex-Düsseldorfer Alexander Petersson, der zunächst den Vorzug vor Oscar Carlen erhielt, bei seiner Rückkehr blass.

Nach Kedzos Ausgleich zum 15:15 war die HSG wieder im Spiel und erkämpfte sich trotz Zeitstrafen gegen Hegemann und Ramota sogar eine 21:19-Führung (48. Spielminute). Allerdings hatten die Düsseldorfer ihre Rechnung ohne Michael Knudsen gemacht. Siebenmal hebelte der Däne die Abwehr der HSG in der zweiten Halbzeit aus. Darunter auch die entscheidenden Treffer zum 23:22 und 24:23. "Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen. Wir haben die Partie lange Zeit in der Hand gehabt und eine erstklassige Vorstellung geboten, auch wenn wir dafür am Ende leider nicht belohnt wurden", bekannte HSG-Trainer Goran Suton.