Kogut vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Kogut vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens

>Nach 14 Spielen in Serie ohne Sieg ist auch die ohnehin schon überstrapazierte rechnerische Chance auf den Klassenerhalt vorbei und der Abstieg besiegelt. Exakt 405 Tage nach der vorzeitigen Aufstiegsfeier geht es für die Landeshauptstädter zurück ins Unterhaus. Und in eine ungewisse Zukunft, die sich erst in den kommenden Tagen genau abzeichnen wird. Dann soll der Zweitliga-Etat stehen und mit ihm das endgültige Gesicht für einen Neuanfang.

Der Umbruch ist bereits in vollem Gange. Und erstreckt sich vom Hausmeister bis zum Präsidenten. Mit Linksaußen Sturla Asgeirsson, Torjäger Frantisek Sulc (unterschrieb für zwei Jahre beim ungarischen Erstligisten Pick Szeged), Abwehrchef Max Ramota, dem nach einem Kreuzbandriss wieder im Training befindlichen Linkshänder Andrej Kurchev sowie Dauerbrenner Frank Berblinger, der seit 2002 das HSG-Trikot trägt, wurden fünf Spieler verabschiedet. Fest zugesagt für die zweite Liga haben indes Torhüter Matthias Puhle, die Kreisläufer Patrick Fölser und Max Weiß, Leitwolf Michael Hegemann und Torhüter Almantas Savonis, der bereits einen neuen Einjahresvertrag unterschrieb.

Umkämpft ist derzeit noch die Zukunft von Andrej Kogut. Der aufstrebende Mittelmann und Junioren-Weltmeister wird von Dormagen und Nettelstedt umworben und steht vor "der schwierigsten Entscheidung meines Lebens". "Wir würden Andrej sehr gerne verpflichten. Er würde hervorragend in unser Team passen", sagt Dormagens Coach Kai Wandschneider. Kogut, der zwar weiterhin in der ersten Bundesliga spielen will, hat sich allerdings noch Bedenkzeit erbeten.

Stühle rücken steht auch dem Vorstand der HSG bevor. Während mit Klaus Blumenrath kurz nach dem Schlusspfiff bereits der zweite Vorsitzende kündigte, steht auch Präsident und Mäzen Erwin Schierle vor dem Absprung. Manager Frank Flatten schließt indes nicht aus, bei den in Kürze anstehenden Neuwahlen für den Vorsitz zu kandidieren. Für Spannung ist in Düsseldorf trotz des vorzeitig feststehenden Abstiegs weiterhin reichlich gesorgt. HSG Düsseldorf