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Kampf um Europapokal und gegen den Abstieg auch vom Glück abhängig

Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter

Spannung ist Trumpf. Hinter dem Spitzenduo THW Kiel und HSV Hamburg, das dem Gipfeltreffen am 20. Dezember entgegenfiebert, liefern sich gleich sechs Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die begehrten Europacup-Plätze. Die Rhein-Neckar Löwen, der VfL Gummersbach, TBV Lemgo, SG Flensburg-Handewitt, Frisch Auf Göppingen und der TV Großwallstadt wollen alle nächste Saison europaweit spielen - am liebsten natürlich in der Champions League.

Dritte Kraft sind seit Sonntag die Löwen. Dass die Truppe um Olafur Stefansson aber bis zur Balleroberung von Patrick Groetzki 20 Sekunden vor Schluss um das 30:29 bei Frisch Auf Göppingen zittern mussten, zeigt, wie eng es derzeit in der ‚stärksten Liga der Welt‘ zugeht. Erst in der Schlusssekunde wurde sogar das Gastspiel des VfL Gummersbach – punktgleich mit den Löwen auf Platz vier – beim TBV Lemgo entschieden. Erst da krönte Martin Strobel die Aufholjagd der Ostwestfalen mit dem Ausgleichstor zum 29:29. Mit dem Flensburger Gastspiel beim VfL in der Kölner Lanxess Arena steht am Sonntag das nächste Duell der Verfolger an.

Bevorstehender Trainerwechsel beflügelt

Den Anschluss an diese Gruppe hat der TV Großwallstadt durch die Serie von 7:1-Punkten aus den schweren Spielen gegen Flensburg und Magdeburg sowie in Göppingen und Berlin gefunden. Der bevorstehende Trainerwechsel – der Noch-Magdeburger Michael Biegler kommt im neuen Jahr für Peter David – scheint die Mannschaft zu beflügeln. Mit Düsseldorf, Wetzlar und ;Lübbecke warten nun drei machbare Aufgaben , ehe David ausgerechnet gegen die beiden ‚Super-Teams‘ Kiel und Hamburg seinen Ausstand gibt.

Genauso spannend geht es auch im Kampf gegen den Abstieg zu. Die letzten fünf Teams liegen nur drei Zähler auseinander, da zählen vor allem die direkten Duelle doppelt. Der HBW Balingen-Weilstetten und der TSV Hannover-Burgdorf gewannen die Kellerderbies in Düsseldorf und gegen Minden ebenso hauchdünn wie glücklich. „Heute hatten wir endlich mal das Glück, das uns bisher gefehlt hat“, jubelte HBW-Urgestein Frank „Litty“ Ettwein nach dem Last-Minute-Sieg in Düsseldorf – und traf damit den Nagel auf den Kopf. Neben spielerischem Können und vor allem Kampfkraft hängt vieles auch von den berühmten Quäntchen Glück ab . . .