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TBV Lemgo gewinnt mit Trainer Mudrow gegen Magdeburg

Kraus trifft nach Belieben

Zum  Abschluss zwei turbulenter Tage hat der TBV Lemgo sein erstes Bundesliga-Spiel der Saison gewonnen. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Rauswurf von Trainer Markus Baur und Sportdirektor Daniel Stephan siegte der letztjährige Bundesliga-Vierte mit 38:30 (21:16) gegen den SC Magdeburg.

Allerdings machten die ersatzgeschwächten Gäste, denen ohne die verletzten Damien Kabengele und Andreas Rojewski beinahe jegliche Durchschlagskraft aus dem Rückraum fehlte, es dem TBV leicht, ihrem Wieder-Trainer Volker Mudrow einen erfolgreichen Einstand zu bereiten. Über 7:2 (10.) und 11:4 (15.) machten die Lipper frühzeitig alles klar.

Magdeburg wird überrollt

Da sich hinter der beweglichen Deckung auch Torhüter Carsten Lichtlein in exzellenter Verfassung präsentierte, ging es für die Rest-Truppe der Gäste letztlich nur um Schadensbegrenzung. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurden die Magdeburger dann unaufhaltsam von Lemgos Tempogegenstößen überrollt.

Auffällig allerdings: Michael Kraus, der in der Vorbereitung und bei den drei Niederlagen im Turnier um die Champions-League-Qualifikation in Leon mehr verstecken als Handball gespielt hatte, blühte bei der diesjährigen Bundesliga-Premiere förmlich auf. Schon zur Pause hatte Mittelmann 'Mimi' 9 Treffer erzielt, am Ende waren es 13 Tore für den Regisseur der Nationalmannschaft.

Gelungene Antwort auf Kritik

„Wir hatten keine glückliche Vorbereitung“, gab Kraus zu, „und wollten heute die Antwort auf die Kritik geben, das ist uns gelungen.“ Als Gründe für die Leistungssteigerung nannte der 25-Jährige: „Wir haben uns auf das besonnen, was wir können.“ Nach dem Debakel in Spanien hätten die Spieler sich selbst Vorwürfe gemacht. Zum Trainerwechsel noch vor dem ersten Punktespiel meinte ‚Mimi‘ Kraus nur, dass es schwer sei, dazu Worte zu finden. Fakt ist: Ohne allzu viel eigenes Dazutun erwischte Mudrow einen Traum-Einstand als TBV-Trainer.

Das Spiel in der Statistik:
TBV Lemgo: Lichtlein, Larsson, Kraus (13/6), Ilyes (3), Preiß (1), Bechtloff (4), Glandorf (5), Schmetz (1), Kehrmann (3), Mocsai (1), Strobel (3), Hermann (2), Svavarsson (2), Kubes.
SC Magdeburg: Eijlers, Müller; Wiegert (1), Grohmann, Krause (1), van Olphen (5), Theuerkauf (2), Grafenhorst (6/3), Steinert, Tönnesen (4), Coßbau, Weber (6), Jurecki (5)
Zuschauer: 4065. - Schiedsrichter: Damian/Wenz. - Siebenmeter: 7/6:5/3. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

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