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Deutscher Olympische Sportbund

Kritik an Protest von Spielerverbänden

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat den angekündigten Protest von Basketballern und Handballern gegen den angeblich zu strengen Anti-Doping-Kodex kritisiert.

«Dabei handelt es sich um eine reine PR-Aktion, die daran zweifeln lässt, dass die Beteiligten an einer Lösung im Sinne der Athletinnen und Athleten interessiert sind oder konstruktive Vorschläge parat haben», erklärte DOSB-Aktivensprecher Christian Breuer in Frankfurt am Main. Er rief die deutschen Spitzensportler dazu auf, sich nicht an der für den ersten Weihnachtsfeiertag geplanten Aktion zu beteiligen.

Die Interessenverbände der deutschen Handballer (GOAL) und Basketballer (Spin) wollen im Meldesystem Adams statt des verlangten Aufenthaltsorts die Adresse ihrer Vereinigungen angeben. Die Organisationen kritisieren die zu strengen Melderegularien.

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) hatte verwundert auf die Ankündigung reagiert. Der Protest der Athleten richte sich gegen eine Regel, die für sie nicht gelte. Hierbei müssen die Aufenthaltsorte zum Teil drei Monate im Voraus angegeben werden. Dann sollen Sportler zu einem bestimmten Zeitpunkt für Dopingkontrollen bereitstehen.

«Wir wissen, dass die Regel für uns nicht gilt. Es geht ja auch um eine Aktion mit Symbolwirkung», sagte der GOAL-Vorsitzende Johannes Bitter der Nachrichtenagentur dpa. «Wir wollen unseren Beitrag zu einem effektiven Anti-Doping-Kampf leisten», betonte der Torwart des HSV Hamburg. Das Kontrollsystem müsse aber effektiver werden.