THW Kiel - Zweifacher Erfolg für THW Kiel - Lemgo geschlagen, Fernandez kommt - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Zweifacher Erfolg für THW Kiel

Lemgo geschlagen, Fernandez kommt

Angstgegner Lemgo geschlagen und Weltstar Jérôme Fernandez für ein Jahr gewonnen: Handball-Champions-League- Sieger THW Kiel hat am Sonntagabend gleich zwei Erfolge eingefahren und ist auf dem besten Weg, seine Dominanz weiter auszubauen.

Nach einigem Durcheinander gab der spanische Club Ciudad Real den bereits am Samstag als perfekt gemeldeten Wechsel des französischen «Triple»-Kapitäns Fernandez zum THW doch noch bekannt. Die Kieler ließen sich durch das Hin und Her nicht aus dem Konzept bringen, bezwangen den TBV Lemgo mit 35:26 und verteidigten damit die Tabellenführung in der Bundesliga souverän.

Auslöser des Gerangels war Fernandez selbst. Der 33 Jahre alte Rückraumspieler hatte in französischen Medien die Geldprobleme der Spanier publik gemacht. Zuvor hatte Real signalisiert: Er könne sofort gehen. Womit die Spanier allerdings nicht rechneten: Fernandez wählte ausgerechnet die Kieler Förde als neue Wahlheimat.

Der Super-Transfer von Fernandez, der mit Frankreich EM, WM und Olympia gewann, war am Wochenende Gesprächsstoff in den Handball- Hallen von Kiel bis Balingen. Doch erst am Sonntagabend gab es durch die Veröffentlichung durch Ciudad Real Gewissheit. Für ein Jahr wird Fernandez ein «Zebra».

Der dritte Bundesliga-Spieltag geriet bei dieser Personalie völlig in den Hintergrund - auch, weil diesmal die großen Überraschungen ausblieben. Nur der 37:26-Kantersieg von Frisch Auf Göppingen gegen Altmeister VfL Gummersbach ließ aufhorchen. Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass Nationalspieler Michael Haaß seinen Vertrag in Göppingen vorzeitig um zwei Jahre bis 2013 verlängerte.

Seine erste Niederlage musste der TV Großwallstadt beim starken SC Magdeburg hinnehmen. Die Bördeländer spielten das Team des ehemaligen SCM-Trainers Michael Biegler mit 34:25 an die Wand. «Es war zu sehen, dass alle Spieler zeigen wollten, dass sich in Magdeburg etwas verändert hat. Das war schon beeindruckend», sagte SCM-Trainer Frank Carstens. Sein Pendant Biegler meinte nur: «Es war eine sehr enttäuschende Vorstellung meiner Mannschaft.» Die Füchse Berlin behielten mit dem 24:19 bei DHC Rheinland ebenso eine weiße Weste wie die Rhein-Neckar Löwen, die sich dank eines starken Uwe Gensheimer mit 28:25 bei der HSG Ahlen-Hamm behaupteten. Die SG Flensburg- Handewitt feierte ein 30:24 beim TSV Hannover-Burgdorf.