Exklusiv-Interview der beiden einstigen Top-Schiedsrichter - Lemme/Ullrich kritisieren HBL-Chef Bohmann - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Exklusiv-Interview der beiden einstigen Top-Schiedsrichter

Lemme/Ullrich kritisieren HBL-Chef Bohmann

Das deutsche Top-Schiedsrichter-Duo Frank Lemme und Bernd Ullrich hat nach seinem Rücktritt den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), Frank Bohmann, kritisiert.

"Die HBL hat sich in Bereiche eingemischt, die gar nicht ihrem Aufgabenbereich entsprechen ­ dieser obliegt einzig und allein dem Deutschen Handballbund. Mal abgesehen davon, Herr Bohmann hätte sich von A bis Z einige seiner Kommentare sparen können. Diese trugen nicht zur Klärung, sondern nur zur Verschärfung der Situation bei. Dem Handball haben diese Äußerungen eher geschadet", sagte Bernd Ullrich in einem Exklusiv-Interview der "Handballwoche".

"Einige leiden an Gedächtnisverlust"

Auch Lemme ließ kein gutes Haar an der HBL. "Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass einige wenige in der HBL an Gedächtnisverlust leiden, wie schnell sie unsere Leistungen auf dem Feld vergessen haben. Acht Jahre hintereinander hat uns auch die HBL zum besten Gespann in Deutschland gewählt", betonte Lemme und dankte dagegen dem DHB für seine Unterstützung: "Unser Verband hat stets hinter uns gestanden. Diesen Rückhalt werden wir auch nicht vergessen."

Die im Zuge der Manipulations-Affäre international gesperrten Referees aus Magdeburg hatten vor einer Woche ihren Rücktritt erklärt und damit auch die Kontroverse um ein nationales Comeback beendet. Mitte März 2009 waren die beiden 47 Jahre alten Unparteiischen von Europas Dachverband EHF und dem DHB wegen Manipulationsverdachts suspendiert worden. Ihnen wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Europacup-Finale der Pokalsieger zwischen Medwedi Tschechow (Russland) und BM Valladolid (Spanien) 2006 weder einen Bestechungsversuch noch den Fund von 50 000 Dollar im Gepäck gemeldet zu haben. Am 30. Juli hatte die EHF dies mit einer Fünf-Jahres-Sperre geahndet.

50.000 Dollar sind nur acht Zentimeter hoch

Auf die Frage der "Handballwoche", was wirklich auf dem Flughafen in Moskau passierte, weichen beide aus. "Wir könnten die ganze Geschichte jetzt zum 48. Mal erzählen, aber würde sie dadurch in den Ohren Dritter glaubwürdiger klingen? Wohl eher nicht! Aber so viel ist sicher, ich weiß jetzt, dass 50.000 Dollar nur acht Zentimeter hoch sind", meinte Ullrich. Lemme betonte dagegen: "Fakt ist ­ wer nicht die ganzen Umstände kennt, kann das Ganze, vor allem unser Handeln, nur schwer nachvollziehen." Nähere Details wollten die beiden Unparteiischen jedoch nicht nennen.

KOMMENTARE

Hennes, 29.01.10, 11:50 Uhr
Das die beiden klebriege Finger, weiss woll jeder jeder der sich mit Handball beschäfigt auser vieleicht der DHB! Oder mehr »
Robert, 20.01.10, 16:41 Uhr
Was für eine Neuigkeit ! 50 000 Dollar sind also 8 cm. hoch. Dann wären ja 100 000 Dollar 16 cm. hoch. Sehr mehr »
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