Lübbecke bringt HSV in Verlegenheit - Zebras und Löwen feiern Kantersiege - Lijewski rettet Hamburg den Sieg - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Lübbecke bringt HSV in Verlegenheit - Zebras und Löwen feiern Kantersiege

Lijewski rettet Hamburg den Sieg

Marcin Lijewski hat den HSV Hamburg vor der Blamage und einem Punktverlust bewahrt. Mit seinem Tor 21 Sekunden vor Schluss rettete der polnische Halbrechte des Bundesliga-Zweiten das 25:24 (11:10) gegen den TuS N.-Lübbecke. Spitzenreiter THW Kiel warf sich hingegen mit 41:22 (24:10) gegen den TSV Hannover-Burgdorf für das Gipfeltreffen am nächsten Sonntag ein. Und auch die Rhein-Neckar Löwen feierten mit dem 40:21 (23:8) gegen den SC Magdeburg ein Schützenfest.

HSV-Trainer Martin Schwalb hatte seine Mannschaft vorher vor dem „stärksten Aufsteiger“ gewarnt – zu Recht. Die Ostwestfalen hielten die Partie immer offen, lagen nie meht als zwei Tore zurück und gingen in der zweiten Halbzeit immer mal wieder selbst in Führung. So auch vier Minuten vor dem Ende, als Arne Niemeyer für den Außenseiter das 23:22 erzielte.

Die Nationalspieler Pascal Hens und Stefan Schröder brachten den HSV wieder nach vorne, nach einem Time Out von Trainer Patrik Liljestrand glich Lübbecke durch seinen Brasilianer Renato Rui 57 Sekunden vor dem Ende aus, ehe der ältere der beiden Lijewskis doch noch den glücklichen Sieg sicherte.

Zehnmal Sprenger und zehnmal Gensheimer

Rechtsaußen Christian Sprenger mit zehn und Linksaußen Hendrik Lundström mit 7 Treffern waren die erfolgreichsten Werfer beim Kieler Kantersieg gegen die völlig überforderten Niedersachsen. Schon beim 15:5 (17.) lagen die Zebras erstmals mit zehn Toren vorne. THW-Trainer Alfred Gislason nutzte die Gelegenheit, um seinen jungen Leuten wie Mittelmann Aron Palmarsson und Zweit-Rechtsaußen Tobias Reichmann Spielpraxis zu verschaffen.

Gut neun Minuten lang hielt der SCM in Mannheim mit. Nach dem 6:5 wurden die Magdeburger dann aber von Löwen zerfleischt, die sich Platz drei zurückeroberten. Zur Pause führte das Team von Trainer Ola Lindgren bereits mit 23:8. Herausragend in Konterspiel vor allem die beiden Linksaußen: Uwe Gensheimer (10/6) und Gudjon Valur Sigurdsson (6) erzielten zusammen 16 Tore. Beim SCM zeichnete ebenfalls der Linksaußen dafür verantwortlich, dass das Debakel nicht noch schlimmer wurde: Yves Grafenhorst erzielte neun Treffer für die Gäste.

Die Statistik

HSV Hamburg – TuS N. – Lübbecke 25:24 (11:10)
HSV Hamburg: Bitter, Sandström; Schröder (4/2), Duvnjak (2/1), Jansen, Lackovic (1), Flohr, Vori (3), G. Gille, Lindberg (5/3), K. Lijewski (3), M. Lijewski (2), Hens (5).
TuS N.- Lübbecke: Blazicko, Putera; Bartsch, Felixsson (2), Jurecki (7), Siodmak, Hansen, Tluczynski (3/1), Tesch, Wiese, Rui (6), Alvanos (2/1), Niemeyer (4).
Zuschauer: 10.093. - Schiedsrichter: Schaller/Wutzler. - Zeitstrafen:  4:8 Minuten. - Siebenmeter: .10/6:2:2.

THW Kiel – TSV Hannover-Burgdorf 41:22 (24:10)
THW Kiel: Omeyer, Palicka; Lund, Andersson (4), Lundström (7), Anic (2) , Sprenger (10),  Reichmann (1), Ahlm, Zeitz (3), Palmarsson (5), Ilic (5/1), Klein (3), Jicha (1/1).
TSV Hannover-Burgdorf: Meyer, Puljezevic; Przybecki, Pauzuolis (1), Buschmann (1), Stelmokas (1), Lehnhoff (3/3), Hohenberg (4), Rydergard (1), Brack (4), Bedzikowski (4), Habbe (2), Friedrich (1(.
Zuschauer: 10.250 (ausverkauft). - Schiedsrichter: Harms/Mahlich. - Zeitstrafen:  0:6 Minuten. - Siebenmeter: 4/2:3/3.

Rhein-Neckar Löwen – SC Magdeburg 40:21 (23:8)

Rhein-Neckar Löwen: Szmal, Fritz; Gensheimer (10/6), Roggisch, Harbok (3), Bielecki (4), Manojlovic (1), Gudjonsson (3), Stefansson (3/2), Müller (4), Klimovets (2), Myrhol (2), Sigurdsson (6), Groetzki (2).
SC Magdeburg: Eijlers, Müller; Kabengele (1), Grohmann (1), van Olphen (4), Theuerkauf, Grafenhorst (9), Tönnesen (3/1), Weber (1), Jurecki (2).
Zuschauer: 9.991. - Schiedsrichter: Methe/Methe.. - Zeitstrafen:  12:6 Minuten. – Disqualifikation: Wiegert (28., nach der 3. Zeitstrafe). - Siebenmeter: 9/8:5/1.