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TSV Hannover-Burgdorf rutscht weiter in die Abstiegszone

Löwen klettern klammheimlich nach oben

Im Schatten des Topduos haben sich die Rhein-Neckar Löwen nahezu unbemerkt Richtung Tabellenspitze aufgemacht. Durch das 34:24 (16:10) beim TSV Hannover-Burgdorf sind die Mannheimer klammheimlich hinter dem THW Kiel und HSV Hamburg sowie Frisch Auf Göppingen als Verfolger Nummer eins auf Platz vier geklettert.

Göppingen ist bisher im Gegensatz zu den Löwen noch nicht gegen Kiel und Hamburg angetreten - das waren bekanntlich die beiden einzigen Partien, die das Team von Trainer Ola Lindgren verloren hat. So könnte sich am 5. November, wenn Frisch Auf die beiden Top-Begegnungen hinter sich hat, das vor der Saison erwartete Tabellenbild zeigen.

Doch so weit denken die Mannheimer nicht, zumal Coach Lindgren interessieren nur die aktuellen Vorstellungen seiner Schützlinge. „Eine solide Abwehrleistung war der Schlüssel zum Sieg. In der Deckung haben wir wirklich gut gearbeitet“, bilanzierte der Schwede nach dem Erfolg in Hannover. „Im Angriff sind uns viele leichte Gegenstoßtore gelungen, haben wir sehr diszipliniert agiert und nur wenige technische Fehler gemacht“, war seine nüchterne Analyse.

Unübersehbar aber, wie souverän sein Team Burgdorf dominierte. Nach 12 Minuten nagelte Ex-Nationalkeeper Henning Fritz sein Tor hinter der beweglichen Deckung zu, beim 14:6 nach 25 Minuten war die Partie schon entschieden. „Wir haben ruhig unsere Angriffe ausgespielt und steuerten nach etwa 20 Minuten einem klaren Sieg entgegen“, erklärte Spielmacher Nikola Manojlović. Einen kleinen Blick voraus wagte Kapitän Gudjon Valur  Sigurdsson, der diesmal mit acht Treffern erfolgreichster Torjäger war. „Heute haben bei uns auch der Kampfgeist und Einsatz absolut gestimmt. Sicherlich sind wir noch nicht am Ende der Fahnenstange. Aber ja, wir gehen immer wieder einen Schritt weiter und sind auf dem richtigen Weg.“

Von dem ist der TSV Burgdorf abgekommen. Seit dem hauchdünnen Auftaktsieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten warten die Niedersachsen auf ein weiteres Erfolgserlebnis und sind inzwischen im Tabellenkeller bei den noch sieglosen Teams aus Minden, Düsseldorf und Dormagen angekommen. Auch das war ja vor der Saison allgemein erwartet worden . . .