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Löwen mit den Gedanken bei Kiel

Nach den 60 Minuten waren beide Trainer zufrieden. Ulf Schefvert, Coach von GWD, konnte mit einem passablen Ergebnis die Heimreise antreten und sein Kollege Ola Lindgren war froh, dass dem Löwenkonto zwei Punkte gutgeschrieben werden konnten und sich vier Tage vor dem Champions-League-Duell mit dem THW Kiel niemand verletzte.

"Eigentlich wollten wir etwas für unser Torverhältnis tun, aber wir hatten wohl schon das Kiel-Spiel im Kopf", sagte Ólafur Stefánsson. Der Isländer war mit Snorri Guðjónsson erst einen Tag vor der Partie nach einer Rückreise-Odyssee in Baden angekommen, wollte die Reisestrapazen aber nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir hatten keine Asche in den Lungen", sagte er mit Blick auf den Vulkanausbruch.

Vor allem in der Abwehr ließen die Löwen die nötige Aggressivität vermissen, so dass die Ostwestfalen gut mithalten konnten. Es war offensichtlich, dass die Lindgren-Schützlinge gedanklich bereits mit dem Kracher in der Königsklasse beschäftigten. Davon profitierte der Tabellenletzte, der zwar nie die Chance zur Überraschung besaß, aber aus der verhältnismäßig knappen Niederlage neues Selbstvertrauen im Abstiegskampf schöpfen konnte.