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Loke, the Tank

Man sollte mit Superlativen sparsam umgehen, gerade bei der Nachbetrachtung eines Sportevents. Denn Superlative nutzten sich schnell ab. Und doch: Frank Lokes Leistung am Kreis durfte diesmal getrost in die Kategorie Weltklasse eingeordnet werden. Für seine zwölf Treffer der Nettelstedter in Halbzeit zwei benötigte der norwegische Nationalspieler auch genau zwölf Versuche. Ein einziges Mal wurde "The Tank" (zu deutsch: Der Panzer) gestoppt - worauf es einen Siebenmeter gab…

Nicht wirklich rund war es für die Hausherren in der ersten Halbzeit gelaufen. Die Gäste blieben mit einer ganzen Reihe flinker Aktionen im Spiel. Die letzten zwei Minuten vor der Pause allerdings verdaddelten die Wandschneider-Schützlinge. Bei nur zwei Toren Rückstand und nach zweimaligem Ballbesitz gab es nicht nur Lübbeckes 15:12 durch Arne Niemeyer, sondern punktgenau, sprich in buchstäblich letzter Sekunde, auch noch das 16:12 dank Artur Siodmiak.

"Darüber habe ich mich mächtig geärgert", resümierte Rheinland-Coach Kai Wandschneider, der von diesem Fehlverhalten seiner Schützlinge abgesehen, die Jungs aber ausdrücklich in Schutz nahm. An die Halbzeitpause erinnerte auch TuS-Interimscoach Zlatko Feric später: "Die Mannschaft hat mir da versprochen, diesmal nicht mehr als 22 Tore zu kassieren."

Aber nicht nur die gute Abwehr sicherte den Rothemden den Sieg. Auch in der Offensive klappte es nun wie am Schnürchen. Insgesamt zwölf Treffer vom Kreis und acht von den Außenpositionen machen deutlich, dass das TuS-Spiel weit breiter angelegt war als noch in vielen Spielen zuvor.


Andere

Ansprüche

Auch der Umstand, eher einer Stammsieben zu vertrauen, weniger Fluktuation beim Personal vorzunehmen, sind bemerkenswerte Folgen des Trainerwechsels. So hat Interimscoach Zlatko Feric, in der Hauptrolle ist er Sportmanager in Nettelstedt und soll dies auch bleiben, aus seinen bisher zwei Partien in Lemgo und gegen den DHC Rheinland das Optimum herausgeholt. 4:0 Punkte, der TuS hat sich aufgemacht in Richtung Tabellenmittelfeld. "Wo sie auch hingehören, die Lübbecker haben andere Ansprüche als wir", ordnete auch Dormagens Coach Kai Wandschneider die Dinge zurecht.