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Matchwinner Sigurdsson

Die Zuschauer der Rhein-Neckar Löwen kommen in den zurückliegenden Wochen voll auf ihre Kosten. Die Mannschaft liefert ihren Fans enge, spannende Partien, die sie am Ende im Augenblick für sich entscheiden kann. Auch gegen den VfL Gummersbach dauerte es bis in die Schlusssekunden, ehe Gudjon Valur Sigurdsson mit seinem Treffer zum 36:34 die Weichen endgültig auf Sieg stellte. In den 60 Minuten zeigten die Badener Hochs und Tiefs, bogen eine fast schon verloren geglaubte Begegnung mit Emotionen und Kampfgeist doch noch herum.

In den Anfangsminuten fanden die Löwen sehr gut ins Spiel und führten deshalb nach zehn Minuten verdient mit 6:2. Nach einer Auszeit hatten die Gummersbacher mehr Zugriff auf die Begegnung, während die Badener plötzlich die Zügel schleifen ließen. Die Folge: Der VfL pirschte sich langsam an die Löwen heran und glich sogar kurz vor der Pause aus - 16:16. Andy Schmid sorgte danach aber für die hauchdünne Führung der Badener. "Wir waren selbst schuld, dass wir nur knapp in Führung lagen", sagte Patrick Groetzki später.

Nach dem Wechsel wurde es zunächst noch schlimmer für den Rechtsaußen und seine Teamkollegen, denn nach 39 Minuten führten die Gummersbacher plötzlich mit 24:20. Der VfL kämpfte verbissen und lag deshalb zu Recht auf Siegkurs. Mit Sigurdsson und Karol Bielecki an der Spitze schwangen sich die Löwen aber noch einmal zu einem Kraftakt auf, der die erneute Wende einleitete.

Der Löwen-Kapitän riss sein Team mit seinen Emotionen mit und der Pole warf die Bälle plötzlich aus allen Lagen ins Tor. Sechs Treffer in den letzten 20 Minuten machten den Halblinken zum "Matchwinner". In der Schlussphase rangen beide Teams mit offenem Visier um den Sieg. Lange war völlig offen, wer das bessere Ende für sich haben sollte, ehe Bielecki Kreisläufer Robert Gunnarsson perfekt in Szene setzte und der das 35:34 erzielte. Kurz danach machte Sigurdsson den Sieg perfekt.