TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach - Füchse Berlin - TV Großwallstadt - MT Melsungen - HBW Balingen-Weilstetten - TUS N-Lübbecke - HSG Düsseldorf - TSV Hannover-Burgdorf - Lübbecke punktet in Gummersbach - Großwallstadt gewinnt in Hannover - Melsungen siegt und verliert Karipidis - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Lübbecke punktet in Gummersbach - Großwallstadt gewinnt in Hannover

Melsungen siegt und verliert Karipidis

Der VfL Gummersbach ist gestrauchelt und hat die Tabellenspitze verloren, die Nord-Teams haben das Zepter wieder übernommen: Gemeinsam mit dem TBV Lemgo führen der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt ohne Punktverlust die Handball-Bundesliga an.

Während Gummersbach durch ein 32:32 gegen Aufsteiger TuS N- Lübbecke nur mit Glück eine Niederlage abwendete und überraschend einen Punkt verlor, feierte das Spitzentrio jeweils den dritten Sieg im dritten Spiel. Flensburg mühte sich zu einem 27:24-Erfolg gegen die Füchse Berlin, Lemgo setzte sich mit 26:21 gegen die HSG Düsseldorf durch und die Hamburger bejubelten einen 34:30- Prestigesieg bei den Rhein-Neckar Löwen. „Das war die letzte Bundesliga-Halle, in der wir noch nicht gewonnen hatten. Daher ist dieser Sieg umso schöner. Dieses Spiel war ein ganz großer Schritt in die richtige Richtung“, sagte Hamburgs Kapitän Guillaume Gille.

Brack äußert sein Mitgefühl

Überschattet wurde der dritte Spieltag von der schweren Verletzung des Griechen Savas Karipidis. Der Torschützenkönig der vorigen Saison erlitt beim 28:25-Erfolg seiner MT Melsungen gegen HBW Balingen- Weilstetten einen Wadenbeinbruch. In der 9. Minute war der Linksaußen beim Kampf um den Ball mit seinem Gegenspieler Mare Hojc zusammengeprallt, unglücklich gefallen und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegengeblieben. „Die Verletzung von Karipidis tut mir sehr leid. Ich kenne ihn vom Allstar-Spiel in Berlin und schätze ihn und seine Art nicht nur auf dem Spielfeld“, sagte Balingens Trainer Rolf Brack zu dem Unglück.

Freude hingegen herrschte in Flensburg. „6:0 Punkte - das sieht gut aus“, sagte Trainer Per Carlen. Allerdings musste sich die Mannschaft um dessen überragenden Sohn Oscar, der acht Tore markierte, gegen die Berliner mächtig strecken. „Heute hat sie gezeigt, dass sie auch in einem Kampfspiel bestehen kann“, lobte Flensburgs Manager Holger Kaiser den Auftritt. Bis zum 23:22 (51.) musste der Gastgeber um den Erfolg zittern. „Wir waren häufig nah am Maximum, es haben nur Kleinigkeiten gefehlt. Dann wäre sogar ein Punktgewinn möglich gewesen“, befand Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson.

Mudrow trotz Sieg unzufrieden

Alles andere als zufrieden war derweil Lemgos Trainer Volker Mudrow. Trotz des Erfolges gegen Düsseldorf ließ er fast kein gutes Haar am Spiel seiner Mannschaft. „Wir wollten für die Fans und auch für uns ein überzeugendes Spiel liefern. Das ist uns nicht gelungen. Die Torhüter und eine sehr gute Deckung haben uns das Spiel gewonnen, im Angriff erwarte ich einfach wesentlich mehr. Wir wollen den Blick ja auf die ersten drei Plätze richten und von daher müssen wir die kommenden Aufgaben konzentriert angehen“, zürnte er.

Ein Wechselbad der Gefühle durchliefen die Gummersbacher in ihrer ehrwürdigen Eugen-Haas-Halle. Beim 12:18 (28.) gegen Neuling Lübbecke schienen alle Messen bereits gelesen zu sein. Im zweiten Durchgang aber beim sich der bisherige Tabellenführer auf und rettete durch die neun Tore von Viktor Szilagyi und einen Treffer von Kreisläufer Robert Gunnarsson vier Sekunden vor Schluss einen Punkt. „Wir hatten fast keine Chance, das Spiel zu gewinnen, daher müssen wir mit dem Unentschieden leben“, beklagte Trainer Sead Hasanefendic.


Die Statistik

TBV Lemgo – HSG Düsseldorf 26:21 (12:12)
TBV Lemgo: Larsson, Lichtlein; Kraus (3/2), Ilyes (1), Preiß (2), Glandorf (5), Binder (4), Kehrmann (3), Mocsai (4), Hermann, Schmetz (3/3), Svavarsson (1), Strobel, Kubes.
HSG Düsseldorf: Puhle, Savonis; Hegemann (7), Kogut (1), Ramota, Kurchev (2), Sulc (5), Asgeirsson, Berblinger (2/1), Wernicke (1), Fölser (3), Weiß, von Gruchalla.
Zuschauer: 4.029. – Schiedsrichter: Dedens/Geckert. – Zeitstrafen: 6:8 Minuten. – Siebenmeter:  7/5:1/1.

MT Melsungen – HBW Balingen-Weilstetten 28:25 (14:9)
MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Junillon (1), Sanikis (1), Schöngarth, Vasilakis (6/1), Vuckovic (2), Stojanovic (5), Karipidis (1), Tellander (3), Tzimourtos (6/2), Danner, Klitgaard (3).
HBW Balingen-Weilstetten: Marinovic, Grathwohl; König, Herth (8/4), Illitsch (3), Lobedank (1), Müller (1), Sauer (1), Temelkov (3/1), Ettwein, Wilke (6), Bürkle, Strobel (1), Hojc (1).
Zuschauer: 1.882. – Schiedsrichter: Schaller/Wutzler. – Zeitstrafen: 8:10 Minuten. – Siebenmeter:  5/3:6/5.

TSV Hannover-Burgdorf – TV Großwallstadt 26:28 (14:12)
TSV Hannover-Burgdorf: Hübe, Meyer; Bedzikowski (4), Brack, Buschmann (3), Jurdsz, Pazuolis, Przybecki (6), Hohenberg (2), Jonsson (1), Habbe (2), Rydergard, Stelmokas (2),  Lehnhoff (6/2).
TV Großwallstadt: Andersson (1), Rominger; .Kneer (3), Köhrmann, Reuter, Szücs (3), Weinhold (5), Kunz (4/1), Schmeißer (1), Spatz (8/4), Jakobsson, Larsson (2), Tiedtke (1).
Zuschauer: 2.572. – Schiedsrichter: Harms/Mahlich. – Zeitstrafen: 10:8 Minuten. – Siebenmeter:  2/2:7/5.

VfL Gummersbach – TuS Nettelstedt-Lübbecke 32:32
VfL Gummersbach: Herdeiro, Stojanovic; Krantz (1), Vuckovic (4), Fäth (2), Lützelberger, Eisenkrätzer,, Gunnarsson (3), Teppich, Szilgyi (9/1), Pfahl (7/2), Rahmel, Zrnic (4), Tuzolana (2).
TuS N.- Lübbecke: Blazicko, Putera; Friedrich (2/2), Bartsch, Felixsson (2), Siodmak (3), Hansen, Jurecki (6), Tluczynski (7), Tesch (2), Rui (1), Olafsson (5), Niemeyer (4).
Zuschauer: 2.000. – Schiedsrichter: Schulze/Tönnies. – Zeitstrafen: 12:6 Minuten- Disqualifikation: Szilagyi (60., unsportliches Verhalten). - Siebenmeter: 6/3:9/7.