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Füchse Berlin

Michal Kubisztal zeigt erneut zwei Gesichter

Lange schien es bei den Berliner Füchsen so, als könne der polnische Halblinke Michal Kubisztal nach seinen Bandscheibenproblemen in dieser Saison nicht so richtig auf die Beine kommen. Zwar schien der 30-jährige Aufbauspieler bei den Erfolgen gegen die Rhein-Neckar-Löwen (fünf Tore beim 33:28) und gegen Gummersbach (sechs Treffer beim 30:24) wieder zur alten Form zurückgekehrt, doch in den folgenden fünf Einsätzen in der Rückrunde war er mehr schlecht als recht eine Stütze, ohne Kreativität und ohne Power. Doch in den vier Spielen danach sah alles schon viel besser aus: Den 1,94 m großen Kubisztal kann man wieder als wirklichen Stammspieler betrachten (25 Tore), hinten schnell auf den Beinen und vorn viel Druck erzeugend auf dem Wege zu seiner alten guten Form, die ihn in seinem Land zum Nationalspieler werden ließ (35 Länderspiele).

"Ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung", sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson, fügte aber auch hinzu: "Er braucht sicher noch ein paar Spiele, um auf sein altes Leistungsniveau zu kommen. Aber man kann sagen, dass wir jetzt wieder im Angriff variabler spielen können." Füchse-Manager Bob Hanning sieht das ähnlich: "Ich sehe das ambivalent. Die Königsposition erstklassig zu besetzen, das schafft er sicher noch nicht. Dennoch freue ich mich natürlich, dass er mit seinen verbesserten Leistung uns wieder mehr helfen kann."

Kubisztal legte auch im Spiel gegen Nettelstedt erneut einen zwiespältigen Eindruck hin. In der ersten Halbzeit kam er überhaupt nicht gut zurecht, so dass ihn Trainer Sigurdsson nach 19 Minuten gegen Sebastian Schneider auswechselte. Erst in den zweiten 30 Minuten kam er mit einer ganz anderen kämpferischen Einstellung auf das Parkett zurück und avancierte neben Linksaußen Ivan Nincevic wieder einmal zum besten Füchse-Akteur. Sechs Treffer bei zehn Wurfversuchen können sich sehen lassen.