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Minden fehlt die Durchschlagskraft

Gleich zum Saisonauftakt ist GWD Minden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Bei der 21:26-Heimniederlage gegen die Füchse Berlin kaschierten die Mindener eine Halbzeit lang dank ihrer starker Defensivarbeit ihre Probleme im Angriff. Doch nach der Pause brach das Team der Gastgeber mangels Durchschlagskraft seines Rückraums ein.

"Wir haben das Spiel im Angriff verloren. Es fehlten ganz einfach die Tore aus dem Rückraum", stellte GWD-Trainer Richard Ratka fest. "Rene Madsen und Damian Wleklak sind ohne Torerfolge geblieben. So etwas können wir nicht kompensieren", hatte der GWD-Coach fast ein wenig Mitleid mit den Zugängen auf den beiden wichtigsten Rückraumpositionen. "Man hat gesehen, dass wir noch einige Baustellen haben", sieht Ratka in den nächsten Tagen viel Arbeit bei der Analyse und der Aufbauarbeit. Dabei fing alles recht ordentlich für die runderneuerten Mindener an. Unter den Augen von Bundestrainer Heiner Brand machte GWD den anfänglichen 4:7-Rückstand dank herausragender Leistungen von Torhüter Nikolas Katsigiannis und Stephan Just zwischen der 15. und 30. Minute mehr als wett.

Katsigiannis wurde mit insgesamt 19 gehaltenen Bällen schnell zum Publikumsliebling. Und Stephan Just sprang erfolgreich für den nervösen und schnell ausgepumpten Spielmacher Damian Wleklak ein. "Minden macht auf mich einen guten Eindruck. Ich bin vom Spiel angetan. Es ist um eine Klasse besser als das gestrige zwischen Gummersbach und Düsseldorf", zeigte Bundestrainer Heiner Brand Respekt.

Doch den anfänglichen Überraschungseffekt mit offensiver Deckung gegen Berlins Spielmacher Kjetil Strand konnte Minden nach der Pause nicht aufrecht erhalten. Das Problem war und blieb der Angriff. Madsen ließ sich von der hochgewachsenen 6:0-Defensive der Berliner und vom starken Gäste-Torhüter Silvio Heinevetter den Zahn ziehen. Stephan Just wurde immer härter attackiert und kam nach der Pause nur noch zu einem Treffer.

Da auch kein Tempospiel über die Außen zustande kam, geriet GWD gegen die robusteren Berliner immer deutlicher in die Defensive. Vier Gegentore in Folge vom 15:14 zum 15:18 führten zur Wende. Mindens Verunsicherung wuchs von Minute zu Minute, auch Just und Janis Helmdach brachten aus dem Rückraum keine Besserung. Acht Tore nach der Halbzeit waren zu wenig, um die Füchse wieder in ihren Bau zurückzuzwingen. "Unsere Deckungsvarianten haben Berlin zwar überrascht. Aber in der zweiten Hälfte hatten wir zu wenig Durchschlagskraft aus dem Rückraum", stellte GWD-Coach Ratka fest.

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