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Mit den Gedanken schon in Balingen...

Die Antwort auf das Champions-League-Aus bei Ciudad Real lieferte der HSV Hamburg in teils beeindruckender Manier. Auch, wenn Aufsteiger HSG Düsseldorf sicherlich ein anderes Kaliber als der amtierende Titelträger der Königsklasse ist. Vor allem Hans Lindberg hatte sich die Wiedergutmachung in extra großen Buchstaben auf das Trikot geschrieben. Als der quirlige Rechtsaußen in der 24. Minute mit seinem achten Treffer zum 15:5, der ersten Zehn-Tore-Führung der Gäste, traf, bahnte sich für die Düsseldorfer ein Debakel an.

Lindberg verpasste am Ende mit imposanten 17 Toren den ein Jahr alten Bundesliga-Rekord von Teamkollege Stefan Schröder. Der hatte in der Saison 2008/09 sogar 21 Treffer markiert. Angesichts der überragenden Vorstellung des Dänen Lindberg blieb für den Ex-Düsseldorfer Schröder an ehemaliger Wirkungsstätte nur die Ersatzbank.

Trotz der drückenden Dominanz von Pascal Hens, Johannes Bitter und Teamkollegen wehrte sich die HSG Düsseldorf nach Kräften, verkürzte mit vier Toren in Serie zur Pause auf 9:16 und nötigte nach einer weiteren Aufholjagd und dem 21:26 (49.) HSV-Coach Martin Schwalb sogar eine Auszeit aus dem Ärmel. Leider vergeblich.

Dennoch: Der Aufsteiger spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten vor allem durch Kreisläufer Max Weiß frech auf, auch, wenn dabei sicherlich schon das entscheidende Vier-Punkte-Spiel am Mittwoch in Balingen in den Köpfen steckte. Weshalb auch Abwehrchef Max Ramota und Torjäger Frantisek Sulc nach überstandenen Verletzungen geschont wurden. Für die Partie gegen den Tabellenführer war das sowieso unerheblich.