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SC Magdeburg will in Europa für Furore sorgen

Mit neuen Stars zu alter Stärke

Mit Platz sieben zählte der SC Magdeburg zu den Überraschungsteams der vergangenen Saison in der Handball-Bundesliga. In dieser Spielzeit will sich die Mannschaft von Trainer Frank Carstens in der erweiterten Spitzengruppe etablieren und auch in Europa für Furore sorgen.

Mit neuen Stars zu alter Stärke: Der SC Magdeburg will mit der Rückkehr auf die europäische Bühne einen neuen Handball-Boom in der Region auslösen und nach Jahren in der Versenkung wieder für Furore sorgen. „Der SCM ist ein Leuchtturm in der Region. Wir machen Schritte auf einem guten und richtigen Weg, sind aber noch nicht am Ziel. Der SCM hat das Potenzial, Schritt für Schritt nach oben zu kommen“, sagte Geschäftsführer Marc Schmedt vor der 21. Bundesligasaison des Champions-League-Siegers von 2002.

Mit dem isländischen Nationaltorhüter Björgvin Gustavsson und dem slowenischen Rückraum-Ass Ales Pajovic haben die Magdeburger ihre eingespielte Mannschaft gezielt verstärkt, um den beachtlichen siebten Platz in der stärksten Liga der Welt aus der vergangenen Saison zu bestätigen. „Ich habe den Klub genau beobachtet und sehe die positive Entwicklung“, sagte Pajovic, der schon für den deutschen Rekordmeister THW Kiel und den spanischen Topverein Ciudad Real auflief.

Das Umfeld in Magdeburg nahm die guten Leistungen dankbar an. Knapp 3000 Dauerkarten wurden vor dem Saisonstart am Samstag gegen EHF-Cup-Sieger Frisch Auf Göppingen abgesetzt. Der Etat hat die Vier-Millionen-Marke überschritten. Diese Zahlen interessieren Trainer Frank Carstens zwar nur am Rande, doch sie belegen, dass die erfolgreiche Arbeit beim deutschen Meister von 2001 honoriert wird.  Carstens warnt allerdings vor überzogenen Erwartungen beim zehnmaligen DDR-Meister. Wenn man das Erreichte bestätige, habe man die Leistung des Vorjahres übertroffen. Man müsse mit ja einer höheren Belastung klarkommen, so der SCM-Coach, der auch die Neuzugänge Matthias Musche (eigene Jugend), Markus Hammerschmidt (VfL Gummersbach), David Hansen (HSG Düsseldorf) und Lennart Carstens (SG Flensburg-Handewitt) einbauen muss.

Star und wichtige Stütze der Magdeburger ist Kreisläufer Bartosz Jurecki. Der polnische Nationalspieler gilt als Bollwerk in der Deckung und als torgefährlich im Angriff. „Wir wollen wieder ins internationale Geschäft“, formuliert Jurecki das Saisonziel. Auch im deutschen Pokal und im EHF-Cup traut der Routinier dem SCM einiges zu. „Im Pokal habe ich es noch nie nach Hamburg geschafft. Daher ist das Final Four auch mein Ziel“, sagte Jurecki.  Die Fans an der Elbe nehmen solche Formulierungen mit Freude auf. Auch sie hoffen, dass sich der SCM wieder dauerhaft in der erweiterten Spitzengruppe des deutschen Vereinshandballs etablieren kann. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut.