DHC Rheinland - Moral und Disziplin als Trumpf - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Moral und Disziplin als Trumpf

>Ging da etwa noch was für den Außenseiter? Eine Viertelstunde vor Schluss nahm Trainer Wandschneider eine Auszeit, beschwor die Chance seiner Mannschaft, noch mal rankommen zu können, obwohl der 21:26-Rückstand eine letztlich zu große Hypothek war. Mit siebtem Feldspieler gelang dann sogar das 22:26, ehe zwei Zeitstrafen die Aufholjagd im Keim erstickten.

Trotzdem war dieses Aufbäumen typisch für einen Außenseiter, der nie aufgab. "Wie sich meine Mannschaft nach dem 0:6-Vorsprung ins Spiel reinkämpfte war schon Klasse", lobte Wandschneider seine Schützlinge. Als diese dank der guten Reaktionen von Torwart Vortmann beim 6:9 schließlich wirklich im Spiel ware, schien sogar der Favorit beeindruckt, auch wenn er immer wieder rechtzeitig das Tempo anzuziehen wusste. "Letztlich ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen", ärgerte sich Jens Vortmann, der gegen die Melsunger Konter machtlos war. Und trotzdem von seinem Trainer gelobt wurde: "Jens wird in der Rückrunde immer besser." Neben der Moral und der taktischen Disziplin sicherlich ein Trumpf im Abstiegskampf. Die angespannte personelle Lage dagegen - nach Schindlers Blitztransfer und dem Kreuzbandriss von Tobias Plaz fiel kurzfristig auch noch Chantziaras aus - ein Risiko. tSv Dormagen