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DKB Handball-Bundesliga

Morten Olsens fantastisches Comeback

„Ich war nie wirklich weg", sagt Morton Olsen bei seinem Comeback für die TSV Hannover-Burgdorf. Nach zwei Jahren in Frankreich glänzt der Däne beim Bundesliga-Saisonstart für die Recken.

Es kommt einem tatsächlich so vor, als wäre Morten Olsen bei der TSV Hannover-Burgdorf nie wirklich weg gewesen. Dies ist sehr erstaunlich, denn die letzten beiden Jahre spielte der Rückraumspieler in der französischen Handballliga, bevor er sich in diesem Sommer zur Rückkehr in die niedersächsische Landeshauptstadt entschloss, wo er bereits von 2010 bis 2013 auf Torejagd ging.

Die „zweite Liaison“ zwischen den Recken und dem dänischen Nationalspieler lässt nach den ersten beiden Spielen zum Saisonauftakt auf viel Gutes hoffen. Sowohl gegen Frisch Auf Göppingen als auch gegen den Rekordmeister THW Kiel glänzte Morten Olsen als Spielgestalter, Torschütze und Anführer seines Teams. „Ich kenne das Umfeld in Hannover. Die Mannschaft besteht zu großen Teilen noch aus denselben Leuten wie vor zwei Jahren. Ich fühle mich einfach pudelwohl hier“, erklärt der 30-Jährige.

Integration fällt leicht

Die früheren Mitspieler bestätigen diesen Eindruck. „Morten ist für mich nie wirklich weg gewesen. Wir waren auch während seiner Zeit in Frankreich immer in engem Kontakt“, verrät Linksaußen Lars Lehnhoff. „Es macht großen Spaß mit Morten zusammenzuspielen. Durch seine Torgefahr schafft er Freiräume für die Mitspieler“, ergänzt Mait Patrail. Lob bekommt Olsen auch von RECKEN-Trainer Jens Bürkle. „Morten ist ein Spieler, der über eine sehr hohe, individuelle Qualität verfügt. Er besitzt das Besondere etwas.“

Seine präzisen und vor allem sehr harten Schlag-und Sprungwürfe sind das Produkt intensiver Arbeit, unter anderem im Kraftraum. „Morten liebt das Krafttraining generell, aber im speziellen die Einheiten mit den Langhanteln. Ich nehme an, dass er nach seiner Handballkarriere zu den Gewichthebern geht“, scherzt Trainer Bürkle.

Gelunger Saisonstart

Mit 2:2 Punkten können DIE RECKEN mit dem Saisonstart, in Anbetracht der schweren Gegner Göppingen und Kiel durchaus zufrieden sein, obwohl Morten Olsen weiß, „dass mehr drin gewesen wäre. Wir hatten in Kiel die Chance zu gewinnen, aber am Ende hat uns auch ein bisschen das Glück gefehlt“, analysiert der dänische Nationalspieler.

Trotzdem machen die bisherigen Auftritte von „Danish Dynamite“ im RECKEN-Trikot sehr viel Lust auf mehr. Diesen Spitznamen hatte Morten Olsen übrigens  bereits während seiner ersten drei Jahre im Trikot der Niedersachsen.

Der verlorene Sohn ist also nicht nur wieder zurück, er war nie wirklich verschwunden aus Hannover.