Füchse Berlin - TUS N-Lübbecke - Nettelstedt-Lübbecke gegen die Füchse völlig chancenlos - Nach der Talfahrt droht die erste Krise - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Nettelstedt-Lübbecke gegen die Füchse völlig chancenlos

Nach der Talfahrt droht die erste Krise

Das war gar nix - TuS! Nach einer Viertelstunde schon war die Partie gegen Berlin entschieden, für die Lübbecke sich so viel vorgenommen hatte. Es stimmte beim 28:36 (12:19) gegen die Füchse in allen Mannschaftsteilen nicht, nur Rückraumspieler Heidmar Felixson zeigte wenigstens eine durchwachsene Leistung.

Da die Lübbecker Torhüter so gut wie nichts zu packen bekamen, die erste Parade datiert aus der 25. Minute, im ersten Durchgang keine Treffer von den Außenpositionen zu registrieren waren, und kein einziger (!) erfolgreicher Tempogegenstoß im ganzen Spiel zu Buche stand, ist das 28:36 sogar noch schmeichelhaft für Nettelstedt.

Berliner Wiedergutmachung

Freilich resultierten diese negativen Eckdaten auch aus einer ersten Hälfte, in der die Berliner Mannschaft nach der Niederlage drei Tage zuvor in Wetzlar die geplante Wiedergutmachung prima hinbekam.

Eine Wiedergutmachung, die auch die Nettelstedter nach zuletzt zwei Niederlagen in Göppingen und gegen Magdeburg angestrebt hatten. Doch spätestens nachdem auch in den ersten vier Minuten nach der Halbzeitpause nichts besser wurde, sondern beim 13:23 erstmals ein Zehn-Tore-Rückstand zu beklagen war, konnte es für die Liljestrand-Schützlinge nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Was einigermaßen gelang. Wirklich der einzige positive Aspekt aus Sicht der Hausherren, dass sie nicht völlig untergingen. Bis zwei Minuten vor dem Ende hatten die Rot-Schwarzen immerhin bis zum 27:32 etwas aufgeschlossen. Dass die letzten 120 Sekunden dann doch wieder 1:4 verloren gingen, passte zum Gesamtbild und zur mit Abstand schlechtesten Saisonleistung.

Defensive etwas forscher

Ab der 34. Minute versuchte Trainer Patrik Liljestrand durch taktische Veränderungen noch eine Wende einzuleiten. Zunächst ging Thorir Olafsson nach vorn in der 5:1-Deckung. Mit Fortdauer der Partie wirkte die Defensive auch insgesamt etwas forscher, was zu einigen unverhofften Ballgewinnen führte. Um das Spiel noch zu drehen, fehlte aber das Selbstvertrauen zu schulmäßigen Termpogegenstößen und auch im Positionsangriff regierte bei den TuS-Akteuren die Einfallslosigkeit. Auch der Neuzugang von den Rhein-Neckar-Löwen, der griechische Nationalspieler Alexandros Alvanos, kam zu seinen drei Treffern erst in den letzten 13 Minuten, als die Begegnung schon lange zugunsten Berlins entschieden war.

Den noch vor vier Wochen beim 31:28 gegen Flensburg hoch gelobten anderen Rückraum-Stammspielern Michal Jurecki und Arne Niemeyer gelang es ebenso wenig, der bestens postierten Füchse-Abwehr auch nur eine Spur von Angst einzuflößen. Auch als die beiden ihre Ruhephasen auf der Bank hatten, schaffte es Henrik Hansen auf der Rückraum-Mitte nicht, das Lübbecker Angriffsspiel zu ordnen und dann entscheidend ans Laufen zu bringen. Von den TuS-Abwehrleistungen gar nicht zu reden, 36 Gegentore zu Hause sind eine Marke, die mehr als nachdenklich stimmen sollte…