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Gummersbachs Hasanefendic wünscht sich Verstärkungen

Nachfolger dringend für Gunnarsson gesucht

Zweifellos gehörte Altmeister VfL Gummersbach zu den positiven Überraschungen in der Hinrunde: Die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic ging mit 23:13 Punkten als Tabellensechster in die EM-Pause, wobei die Oberberger sogar so hoch gehandelte Teams wie TBV Lemgo, Füchse Berlin, TV Großwallstadt und SC Magdeburg bisher hinter sich ließen. Und auch im DHB-Pokal und im Europapokal der Pokalsieger sind die Oberberger noch vertreten.

Apropos Pokal: Hier wartet allerdings im Viertelfinale am 07. Februar (16.10 Uhr) mit dem THW Kiel eine schier unlösbare Aufgabe. Zwar werden sich die Blau-Weißen auf die Unterstützung der Fans verlassen können - die Eugen-Haas-Halle ist für diesen Pokalhit schon lange ausverkauft - aber die Chancen, erneut die Fahrkarte zum Final Four zu lösen, sind sehr gering.

Hasanefendic wieder zurück

Dennoch, in Gummersbach bereitet man sich sehr sorgfältig auf den Rückrundenstart vor, obwohl die Reihen bei den Trainingseinheiten sehr gelichtet sind. Neben Trainer Sead Hasanefendic als Nationaltrainer Serbiens waren auch Kapitän Robert Gunnarsson (Island), Viktor Szilagyi (Österreich) und die beiden Kroaten Drago Vukovic und Vedran Zrnic bei der EM in Österreich aktiv; außerdem war Torhüter Goran Stojanovic bis gestern mit der Nationalmannschaft Montenegros unterwegs. Für Hasanefendic, dessen Serben am Samstag nach dem 31:37 gegen Östereich ausschieden, hat sein Cotrainer Emir Kurtagic das Training geleitet. In der vergangenen Woche absolvierte der VfL ein einwöchiges Trainingslager mit einigen Testspielen in Gummersbachs französischer Partnerstadt La Roche-sur-Yon in der Vendee.

Neben den EM-Teilnehmern fehlt auch Junioren-Weltmeister Steffen Fäth, der sich der längst fälligen Operation an der Patellasehne erfolgreich unterzogen hat, und hofft, bereits im Pokalspiel gegen Kiel wieder im VfL-Trikot auflaufen zu können. Ob nach der EM-Pause der VfL Gummersbach allerdings mit einer Verstärkung, wie von Trainer Hasanefendic sehnlichst gewünscht, auflaufen wird, dürfte angesichts der nach wie vor angespannten finanziellen Situation beim Altmeister aber eher unwahrscheinlich sein.

Wiencek und Krause sind Kandidaten

Hasanefendic hat zwar eine Liste mit einigen Wunschspielern, aber das dürften bestenfalls Optionen für die nächste Saison: Am Kreis als Nachfolger für den abwandernden Robert Gunnarsson sind Junioren-Weltmeister Patrick Wiencek (20) und der Magdeburger Dennis Krause (22) die Favoriten, auch von dem Wetzlarer Rückraumspieler Petar Djordjic hält Hasanefendic große Stücke. Zerschlagen haben sich derweil die Verhandlungen mit Linksaußen Michael Allendorf, der mittlerweile seinen Vertrag bei der HSG Wetzlar um zwei Jahre verlängert hat.

In der kommenden Woche wird aber dennoch ein Ex-Wetzlarer seinen Dienst in Gummersbach antreten: Axel Geerken. Der neue Geschäftsführer wird zwar schon jetzt über bestimmte Vorgänge bei seinem künftigen Club informiert, hält sich verständlicherweise aber noch aus allen personellen Planungen heraus: "Meine Arbeit in Gummersbach beginnt erst am 1. Februar." Kiel hier von Jüni