Nervenflattern bei den Schwaben - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Nervenflattern bei den Schwaben

Eigentlich konnte Frisch Auf Göppingen ganz gelassen in die Partie gegen die MT Melsungen gehen, denn die Gäste aus Nordhessen waren nur mit einer Rumpfmannschaft ins Schwabenland angereist. Mit Franck Junillion, Grigorius Sanikis und Alexandros Vasilakis fehlten gleich drei wichtige Rückraumspieler verletzungsbedingt. Zudem trennten sich die Melsunger in der vergangenen Woche auch noch vom serbischen Nationalspieler Vladica Stojanovic.

Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic konnte hingegen auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, was letztendlich mit spielentscheidend sein sollte. Zunächst aber stellten die Gäste mit verschiedenen offensiven Abwehrformationen den Altmeister vor große Probleme. Shooter Lars Kaufmann wurde von Beginn an in Manndeckung genommen. Dies behagte dem Nationalspieler überhaupt nicht und so verließ er nach einer guten Viertelstunde das Spielfeld.


Vuckovic nicht zu halten

Göppingen gelang es lange Zeit nicht, sich spielentscheidend abzusetzen, denn die Mannen von Melsungens Trainer Ryan Zinglersen ließen mit ihrer offensiven Deckungsarbeit den Grün-Weißen nicht viel Spielraum und kamen im Angriff immer wieder zu leichten Toren. Insbesondere Spielmacher Nenad Vuckovic, der aber meist auf Halblinks agierte, war mit neun Treffern nicht zu halten. Und so blieb die Partie bis zehn Minuten vor Schluss offen. Erst in der Schlussphase der Partie sollte sich die breitere Bank der Schwaben auszahlen. Melsungen hatte bis dahin einen großen Kampf geboten. Nun aber ging den ersatzgeschwächten Nordhessen doch die Luft aus. Ab der 54. Minute erzielte Göppingen vier Tore in Folge. Es waren dann nur noch knapp zwei Minuten zu spielen und die Schwaben führten mit 25:22. Zu wenig Zeit für die Gäste, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Erneut bleibt festzustellen, dass der Altmeister nach wie vor Probleme hat, Lösungen gegen offensiv deckende Teams zu finden. Ganz zu schweigen von der schwachen Strafwurfausbeute, denn die Grün-Weißen verballerten gleich sechs Siebenmeter.