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Neu-Coach Rogawska spricht die Sprache der Spieler

>Über Umgangsformen mit seinen Spielern muss sich Ronny Rogawska keine Gedanken machen. "Es gibt bei uns in Dänemark ein Sprichwort, nachdem man nur Könige siezen muss", erzählt der 41-Jährige.

Seit 1999 ist der Dauerbrenner der Düsseldorfer mit verantwortlichen und Spielern "per du". In den zwei Wochen seiner Amtszeit als Cheftrainer für den beurlaubten Goran Suton hat er offenbar die richtigen Worte gefunden, um das nach sieben Niederlagen in Folge wie ein Kartenhaus zusammengestürzte Selbstvertrauen seiner Spieler wieder aufzurichten. Mit Rogawska kehrte der Glaube an die eigene Stärke und auch der Spaß am Handball zurück. Dass der Däne trotz zweiwöchiger Vorbereitung, einem dreitägigen Kurztrainingslager in Moers sowie einem 31:28-Testspielerfolg bei Zweitliga-Süd-Schlusslicht Leichlinger TV in der Kürze der Zeit keine neue Spielkultur erschaffen würde, war nicht anders zu erwarten. "Es war kein schönes Spiel, doch dafür haben die Jungs gekämpft und sind nach den zuletzt knappen Niederlagen in Magdeburg, Burgdorf und Wetzlar endlich auch einmal dafür belohnt worden", freute sich Rogawska.

Was der erste Heim-Punkt nach vier Monaten am Ende wert ist, müssen die restlichen sieben Saisonspiele zeigen. Mit dem frischen Mut, einer Portion Spaß und nicht zuletzt seiner sympathischen Art hat Rogawska bislang schon mehr erreicht als manch einer vor ihm. Sollte ihm am Ende auch noch das Unmögliche gelingen, wird er sich darauf einstellen müssen, bei der HSG künftig nur noch "gesiezt" zu werden. hsg düsseldorf