Füchse Berlin - Mit "Berliner Mauer" nach Europa - Neuzugänge sollen helfen, die Ambitionen der Füchse zu verwirklichen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Mit "Berliner Mauer" nach Europa

Neuzugänge sollen helfen, die Ambitionen der Füchse zu verwirklichen

Der neue Trainer Dagur Sigurdsson kann noch gar nichts sagen, nicht wirklich voraus schauen auf die kommende Saison. Wie auch? Er hat ja erst drei Wochen der Kennenlernphase für seine Aufgabe mit der Mannschaft des Berliner Spitzenklubs Füchse hinter sich. Muss also erst mal genau beobachten, wie die Gebliebenen (elf Spieler) und die Neuen (sieben), die aus sechs verschiedenen Vereinen kamen, miteinander im Training sportliche Harmonie entwickeln. Sie müssen die automatischen Abläufe untereinander so justieren, dass eine Einheit entstehen kann. Entstehen soll.

"Das geht nicht von heute auf morgen", sagt der Füchse-Manager und noch aktive Nachwuchstrainer Bob Hanning, "das entwickelt sich erst über zwei, drei Jahre. Das muss kontinuierlich wachsen können." Dennoch: Ein gewisses passables Qualitätsniveau soll schon herauskommen, schon mit Blick auf die Handball-Persönlichkeiten, die dem Produkt "Spitzenhandball in Berlin" ganz wie von selbst neuen Glanz verleihen, ehe überhaupt gezeigt werden kann, was dahinter steckt.


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Es sind in erster Linie drei Spieler, die eine neue Aura verbreiten: Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, dessen Wechsel von Magdeburg mit Blick auf seine sportliche Perspektive Sinn machen soll. Da ist zudem der dänische Nationalspieler Torsten Laen vom Champions-League-Sieger Ciudad Real, vom Füchse-Coach zum verlängerten Arm auf dem Spielfeld aufgewertet. Und schließlich ist da noch ist der norwegische Internationale Stian Vatne, der mit seinen körperlichen Voraussetzungen (2,03 m groß, 105 kg schwer) neben Laen (1,98 m, 98 kg), Rico Göde (2,07 m, 106 kg) und Mark Bult (2,00 m, 100 kg) eine rein sportliche "Berliner Mauer" bilden wird, die von der Konkurrenz nicht einfach so im Handstreich überwunden werden soll, wie dies zumeist in der Rückrunde der vergangenen Saison geschehen ist. "Im Mittelpunkt unseres Trainings", so Sigurdsson, "steht deshalb in erster Linie eine wesentliche Verbesserung der Abwehrarbeit."

Der neue Füchse-Trainer ist mit dem, was er bislang sehen konnte, sehr zufrieden: "Die Einstellung der Spieler stimmt. Deshalb bin ich ganz optimistisch, dass wir dahin kommen, wo wir hin wollen, nämlich die Teilnahme an einem der europäischen Wettbewerbe zu erreichen." Dies sieht Vatne nicht viel anders: "Ich sehe sehr gute Möglichkeiten für die Mannschaft, Europa zu erreichen. Mit großen Leuten in der Abwehr und zwei starken Torhütern dahinter. Natürlich brauchen wir noch etwas Zeit, bis alles so funktioniert, wie das nötig sein wird."


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Zunächst einmal werden die Kraftarbeit und das Balltraining etwa zu gleichen Teilen die Spieler fordern. "Erst danach werden wir in den Testspielen zur Feinarbeit übergehen", erläuterte Sigurdsson den Gang der Saisonvorbereitung. Der Coach aus Island, in Personalunion auch Nationaltrainer Österreichs, sieht jedoch noch nicht den Zeitpunkt gekommen, sich bereits auf die erste Sieben festzulegen: "Wir haben jetzt auf allen Positionen einen Zweikampf." Auch ohne den Halblinken Michal Kubisztal, der noch zehn Wochen verletzt fehlen wird: Routinier Stian Vatne und der Pespektivspieler Sebastian Schneider, der von Flensburg-Handewitt an die Spree wechselte, werden die Lücke, schließen.

Stichwort Europa: Der hohe sportliche Anspruch hält Trainer Sigurdsson nicht davon ab, die jungen Füchse weiter an die Mannschaft heranzuführen. Neben Schneider (22) auf der linken Rückraumseite sind als Alternativspieler auch auf Linksaußen Martin Murawski (21) hinter Konrad Wilczynski und auf Rechtsaußen Johannes Sellin (20) hinter Markus Richwien, der wegen seiner abgeschlossenen Ausbildung die verkorkste vergangene Saison vergessen machen möchte, vorgesehen. "Jetzt kann ich mich wieder voll auf den Handball konzentriereen", sagt der ehemalige Magdeburger. In der dritten Reihe stehen dazu noch Torhüter Tom Lessig (20), der Halbrechte Gabor Langhans (20) und Mittelspieler Colja Löffler (20) in Wartestellung.

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