VfL Gummersbach - DHC Rheinland - DHC Rheinland - VfL Gummersbach 33:38 - Notfall: Wagner erleidet Schädel-Hirn-Trauma - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
DHC Rheinland - VfL Gummersbach 33:38

Notfall: Wagner erleidet Schädel-Hirn-Trauma

Der siebte Saisonsieg von Altmeister VfL Gummersbach am Samstag im Mittelrhein-Derby beim DHC Rheinland war nur Nebensache. In Gedanken waren alle bei VfL-Linksaußen Adrian Wagner, der an seiner alten Wirkungsstätte nach einem Zusammenprall zu Boden gegangen war und zunächst regungslos liegenblieb. Nach minutenlanger Behandlung wurde der ehemalige Nationalspieler aus der Halle getragen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma. Auf eigenen Wunsch verließ er mittlerweile die Klinik in Richtung oberbergische Heimat. Dort werde er sich, so VfL-Mannschaftsarzt Jochen Viehbahn, nun einige Tage absolut schonen müssen: „Im Laufe der Woche werden wir dann sehen, wann er wieder spielen kann.“

Den Zuschauern im Dormagener Sportcenter stockte in der 15. Minute der Atem. Wagner hatte fast an der Seitenauslinie einen langen Abwurf von Goran Stojanovic mit dem Rücken zum Dormagener Tor gefangen und sich dann mit Schwung umgedreht. Dabei prallte er unglücklich mit dem Isländer Sigurbergur Sveinsson zusammen. Für Wagner kam dann Jörg Lützelberger ins Spiel und erzielte mit zwei Treffern die erste Drei-Tore-Führung für den VfL. Im zweiten Durchgang gelang es dem DHC nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Gummersbach siegte mit 38:33 und bleibt auf Tuchfühlung zu den Spitzenteams der Bundesliga. „Nach drei Auswärtsspielen, in denen wir nicht gut ausgesehen haben, bin ich froh, dass wir heute hier gewonnen haben“, sagte VfL-Trainer Sead Hasanefendic.

Einen wichtigen Punkt im Kampf um den Liga-Verbleib erkämpfte unterdessen Neuling TSG Friesenheim mit dem 32:32 bei TuS N-Lübbecke. Mit neun Toren war Henrik Hansen vom Gastgeber bester Werfer der Partie. Er verhinderte mit einem Block auch den neunten Treffer von Gabor Ancsin, der den Sieg für die Gäste bedeutet hätte. „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, aber wir waren nicht gut genug“, meinte TuS-Coach Patrick Liljestrand. Bereits am Freitag fertigte der THW Kiel Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm mit 36:23 in Hamm ab.