THW Kiel - Reaktionen aus dem Ausland sind in Kiel eingetroffen - Packt auch Noka aus? - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Reaktionen aus dem Ausland sind in Kiel eingetroffen

Packt auch Noka aus?

Die Ermittlungen in der Affäre um Manipulationsvorwürfe gegen den deutschen Handball-Meister THW Kiel stehen möglicherweise vor einem Durchbruch. Noch in dieser Woche wird einer der Hauptbeschuldigten, der frühere THW-Manager Uwe Schwenker, vor der Staatsanwaltschaft Kiel aussagen.

Das bestätigte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer. "Er hat sich dazu bereiterklärt. Es geht insgesamt um die Aufklärung der Geldbewegungen", sagte Schulze-Ziffer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schwenker wegen Untreue- und Betrugsverdachts. Der Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft bestätigte zudem, lang erwartete Reaktionen auf Rechtshilfeersuchen aus dem Ausland erhalten zu haben. "Da sind Antworten gekommen. Es steht noch ein bisschen was aus, aber das ist marginal", sagte Schulze-Ziffer.

Keinerlei Manipulation

Ob diese Aussagen in unmittelbarem Zusammenhang mit Schwenkers Bereitschaft zur Aussage stehen, wollte Schulze-Ziffer nicht bestätigen. "Das bewegt sich im Rahmen von Bewertungen, und die möchte ich nicht vornehmen. Wie lange sich die Ermittlungen noch hinziehen werden, vermochte Schulze-Ziffer gestern nicht zu sagen: "Ein Ende hängt erstmal von den Einlassungen des Herrn Schwenker ab." Der 50-Jährige bestreitet jede Manipulation. Genauso wie Serdarusic hatte er zu den Ermittlungen ansonsten geschwiegen.

"Vielleicht äußert sich auch Herr Serdarusic, wenn sich Herr Schwenker geäußert hat", sagte Schulze-Ziffer. Um Licht in das Dunkel zu bringen, hatte die Staatsanwaltschaft Kiel ihre Ermittlungen auch auf die Herkunftsländer der Schiedsrichter von fraglichen Spielen in der Champions League ausgeweitet. Dazu wurden bereits im Frühjahr Rechtshilfeersuchen gestellt, auf die nun anscheinend Antworten gekommen sind.