THW Kiel - VfL Gummersbach - Wahl zur Saison 2010/11 - Patrick Wiencek ist Rookie des Jahres - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Wahl zur Saison 2010/11

Patrick Wiencek ist Rookie des Jahres

Sie haben entschieden! Patrick Wiencek ist „Rookie des Jahres 2010/2011“. Der Gummersbacher entschied das Voting dank der Stimmen der HANDBALLWOCHE-Leser und Zuschauer von SPORT1 zu seinen Gunsten! Bis zum Schluss blieb es dieses Jahr wenig spannend. Der Junnioren-Weltmeister (2.637 Stimmen) setzte sich schon früh vom restlichen Teilnehmerfeld ab und distanzierte sogar der Hamburger Domagoj Duvnjak (2.133) deutlich immerhin Deutscher Meister und Teilnehmer des Champions-League-Final4 mit dem HSV. Die weiteren Plätze belegten Oscar Carlén (729), Evgeni Pevnov (702), Christian Dissinger (668) und Kentin Mahé (441).

Sein zukünftiger Kieler Trainer Alfred Gislason adelte ihn bereits als eines der größten Talent im Welthandball, nun hat Patrick Wiencek von Ihnen die Bestätigung erhalten. Sie wählten ihn zum „Rookie des Jahres“ und steht nun ihn einer Riege mit Aron Palmarsson, Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer. Die noch junge Karriere von Wiencek kam zwar nur langsam ins Rollen, hat aber in der vergangen Saison mächtig Fahrt aufgenommen.

Der Gummersbacher gilt als handballerischer Spätentwickler und blieb lange von dem deutschen Sichtungssystem unentdeckt. Erst bei den Junioren gab er sein Debüt im Nationaldress. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Ägypten schaffte er unter dem neuen Bundestrainer Martin Heuberger seinen Durchbruch. Als Nummer zwei ins Turnier gegangen profitierte er von der Verletzung von Georg Auerswald. Der gebürtige Duisburger sprang in die Bresche und nutzte die Gunst der Stunde. Im Finale gegen Dänemark erzielte der Kreisläufer acht Tore und hatte großen Anteil am Gewinn der Goldmedaille. Das er seine Chancen zu nutzen weiß, bewies er bereits in seinen zwei Jahren bei TUSEM Essen. In der Saison 2009/2010 musste sein Club auf Grund finanzieller Engpässe vermehrt auf junge Spieler aus der zweiten Reihe setzen. Die Spielanteile nutzte Wiencek, um sich in Abwehr und Angriff weiterzuentwickeln. Die Vorzüge des 22-Jährigen fielen auch Gummersbachs Trainer Sead Hasanefendic auf, der in die Saison ins Oberbergische lockte. Trotz der starken Konkurrenz mit dem Ex-Kieler Igor Anic wagte er den Schritt und wurde belohnt. Er verdrängte den Franzosen und wurde zu einer festen Größe im Mittelblock der Gummersbacher.

In Ungnade gefallenInteressiert beobachteten die Verantwortlichen beim Deutschen Rekordmeister THW Kiel denWerdegang des Kreisläufer-Talents. Sie streckten zum Jahresbeginn erfolgreich die Fühler nach Wiencek aus. Trotz seines bis 2012 gültigen Vertrags gab der Zwei-Meter-Hüne den Zebras sein Ja-Wort. „Wir haben die verbindliche Zusage von Patrick, es gibt einen Handschlag. Darauf ist Verlass“, sagte THW-Manager Uli Derad. Die Wechselabsichten von Wiencek lösten Unmut beim Traditionsverein aus. Besonders Hasanefendic war über die Avancen des THW erzürnt: „Wir wollen mit den Verantwortlichen des THW reden. Sie müssen uns erklären, warum sie hinter unserem Rücken so vorgegangen sind. Gerade von Alfred Gislason bin ich enttäuscht.“ Der VfL-Trainer drohte zudem dem suspendierten Wiencek bis zum Ende seines Vertrages im Sommer 2012 auf die Tribüne zu verbannen. Kurz darauf musste „Bamm Bamm“ einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Bei Bauarbeiten am Haus seiner Eltern zog sich der Jung-Nationalspieler einen Bruch des vierten Mittelhandknochens in der rechten Wurfhand zu. Operiert werden musste zwar nicht, allerdings drohte die Saison für ihn beendet zu sein.

Der nächste SchrittDoch Wiencek kämpfte sich zurück und nach ausgestandener Verletzung und Begnadigung durch seinen Trainer feierte er im Europapokal sein Comeback. Im Halbfinale des Pokalsieger-Cups lief der Wiencek erstmals wieder im blau-weißen Hemd auf. In Skopje gelang im zwar kein Treffer, doch zogen die Gummersbacher ins Finale ein und gewannen dies gegen den französischen Kontrahenten Tremblay. Wiencek erster großer Titel auf Vereinsebene. Dem sollen viele weitere beim THW folgen. Da sich beide Vereine nicht auf einen vorzeitigen Wechsel einigen konnten, wird Wiencek erst im Sommer 2012 in den Norden wandern. Dort soll er in die großen Fußstapfen von THW-Kapitän Marcus Ahlm treten. Dort freut man sich auf den sechsfachen Nationalspieler, der nicht nur ein großes Talent besitzt, sondern auch ein Spieler ist, der hart an sich arbeitet und sich immer weiter verbessern wolle. Und Kiel Trainer Gislason ist sich sicher:

„Bei uns kann er den nächsten Schritt machen.“ Der soll auch in der DHB-Auswahl folgen. Bei den Lehrgängen steht Wiencek regelmäßig im Aufgebot und Bundestrainer Martin Heuberger hat ihn, durch die erfolgreiche Junioren-Zeit, in bester Erinnerung. Trotz all des Rummels um seine Person  Starallüren kennt er keine. Seine Mannschaftskameraden loben ihn als bescheidenen, sympathischen Typen, der sich pflegeleicht in jedes Team einfinde. Ein echter Rookie eben...

KOMMENTARE

Lakeisha, 06.08.15, 04:53 Uhr
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