THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt - Per Carlén: "THW ist bärenstark" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Per Carlén: "THW ist bärenstark"

Empfindliche Derbypleite: Der THW Kiel führte Flensburg teilweise nach allen Regeln der hohen Handballkunst vor. Es war eine meisterliche Vorstellung. Das am Ende einseitige Duell offenbarte deutlich: Die Lücke zwischen der SG und dem THW ist auch in dieser Saison groß. "Dieser Sieg fühlt sich schön an", meinte ein glücklicher THW-Manager Uli Derad. "Es war ein sehr attraktives Spiel. Wir sind wieder einen Schritt voran gekommen." Flensburgs Trainer Per Carlén gratulierte nach dem Schlusspfiff artig: "Der THW war bärenstark und hat vielleicht eines seiner besten Spiele überhaupt gezeigt."

Vom Anpfiff an legten beide Mannschaften ein teuflisches Tempo in der Hölle Nord vor. Langsames Hochschalten der Gänge? Fehlanzeige! Stattdessen Vollgas - Bremsen verboten. Lange Angriffe? So gut wie keine! Den Spielern und Fans blieb kaum Zeit zum Luftholen. Hochgeschwindigkeits-Handball par excellence. Auf dem Spielfeld ging es hart, aber ungewöhnlich fair zu. Ein Derby der Marke temporeich, intensiv, hochklassig - und spannend, zumindest die ersten 20 Minuten. Dann verlor die SG im Angriff den Faden und somit den Anschluss an die Kieler. Es war beeindruckend, wie die "Zebras" gegen resignierende Hausherren auftrumpften. Kein Durchhänger, keine Verschnaufpause - immer "volle Pulle". Allen voran Momir Ilic, der nur so vor Energie sprühte und 13 Tore erzielte.