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Petkovic weckt seine Abwehr in der Pause

Extrem kurzweilig, mit viel Kampf, aber auch mustergültigen Spielzügen: Die Partie zwischen Lübbecke und Göppingen darf in die Kategorie "sehenswert" eingeordnet werden. Dass um die 35 Gegentore nicht gerade allerfeinste Defensivkunst bei beiden Teams ausmachen, sei’s drum. Den 2400 Zuschauern hat’s gefallen. Nettelstedt hat in dieser Saison in seiner Merkur-Arena schon "Große" der Liga wie Lemgo, Flensburg, Gummersbach und auch die Rhein-Neckar-Löwen mit schmerzlichen Niederlagen wieder nach Hause geschickt. Und auch mit Göppingen agierten die Liljestrand-Schützlinge auf Augenhöhe. Das bessere Ende hatten die Gäste für sich; nicht ganz unverdient, denn seit der 43. Minute hatte der TuS nicht mehr in Führung gelegen.

Nettelstedt war zu Umstellungen gezwungen, denn mit Alvanos und Felixson fehlen derzeit verletzungsbedingt beide Rückraumrechten. Beeindruckend in die Bresche sprang der 22-jährige Jens Wiese mit drei Torerfolgen vor der Pause. Michal Jurecki hatte wieder einen seiner besseren Tage erwischt, was den Lübbeckern ebenso zu Gute kam wie der rasche Torwartwechsel nach acht Minuten. So wehrte Nikola Blazicko u.a. zwei Göppinger Siebenmeter ab. Auch der sehr starke Tim Remer (fünf Treffer bei fünf Würfen) und Tomek Tluczynskis Nervenstärke vom Punkt (6/6) waren Eckdaten, die auf einen neuerlichen TuS-Heimerfolg schließen konnten. Auffällig bei den Gästen waren vor allem Lars Kaufmann und Christian Schöne mit acht bzw. sieben Treffern. Auch Keeper Enid Tahirovic spielte gut, 14 Paraden sind eine prima Bilanz. Mit der Abwehr allerdings ging FAG-Coach Velimir Petkovic in der Pause hart ins Gericht. 20 Gegentore in der 1. Halbzeit, nach dem Wechsel dann nur noch 14, "ein Schlüssel zum Sieg", wie nicht nur der Göppinger Trainer selbst hinterher befand.