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Hildesheim trennt sich von Trainer Mudrow

Planung für Liga zwei beginnt jetzt

Was sich im Laufe des Tages bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit. Volker Mudrow ist ab sofort nicht mehr Trainer des Bundesligisten Eintracht Hildesheim. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag gab Eintracht-Geschäftsführer Gerald Oberbeck bekannt, dass man Mudrow mit sofortiger Wirkung entlassen habe.

"Wir haben die sportliche Situation analysiert. Mit zwei Punkten sind wir Tabellenletzter und müssen schon frühzeitig für die zweite Liga planen. Volker hätte in der kommenden Saison in dieser Konstellation nicht zur Verfügung gestanden. Daher haben wir uns entschieden die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden”, sagte Oberbeck.

Er selbst wird heute Abend bereits zum ersten Mal das Training leiten. “Bis zum Saisonende werde ich das Traineramt übernehmen”, sagte Oberbeck. Co-Trainer Jürgen Kloth wird seinen Posten behalten. Die Pressekonferenz im Parkhotel Berghölzchen hatte einen außergewöhnlichen Rahmen. Der gefeuerte Trainer war selbst vor Ort und stand den anwesenden Journalisten Rede und Antwort. “Unsere Freundschaft wird unter diesem, im Profisport normalen, Vorgang nicht leiden”, sagte Mudrow zu der Beziehung zwischen ihm und dem Eintracht-Boss. Im Sommer war die Freude in Handball-Hildesheim riesengroß, als bekannt wurde, dass Volker Mudrow Trainer beim Aufsteiger wird. Man hatte sich einiges vom einstigen Meistertrainer versprochen. Schon oft wurde über eine Zusammenarbeit der Freunde Oberbeck und Mudrow spekuliert, endlich klappte es. Mit dem 43-Jährigen hatten sich die Hildesheimer große Hoffnungen auf den Klassenerhalt gemacht.

Nach 18 Spieltagen und sechs Monate später ist die Hoffnung dahin. Nur ein Sieg steht in Mudrows Bilanz. “Die Tabelle lügt nicht”, sagte Mudrow, den die Kündigung nicht überraschte. “Wir haben einfach nicht die nötigen Punkte geholt. Dafür gibt es viele Faktoren. Die Mannschaft braucht wieder Selbstvertrauen”, sagte Mudrow, der sich erst einmal eine Auszeit nehmen will.

Mehr über die Trainerentlassung lesen sie in unserer nächsten Printausgabe am Dienstag, 17. Dezember.