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Roth überrascht FAG mit seiner Taktik

Die HSG Wetzlar hatte sich vorgenommen, nach den desaströsen Niederlagen in Lemgo und zu Hause gegen Flensburg-Handewitt, beim Favoriten Frisch Auf Göppingen um jeden Ball zu kämpfen. Die Mittelhessen mussten aber schon vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft hinnehmen, denn Nationalspieler Sven-Sören Christophersen hatte sich einen Hexenschuss geholt und war dann auch gleich zu Hause geblieben.

Dies beeindruckte aber zunächst eher Göppingen als die Gäste. Denn HSG-Coach Michael Roth ließ seine Jungs in der Abwehr erst einmal eine 3:2:1-Deckung spielen, um dann sogar immer wieder auf die 3:3-Variante umzuschalten - Gummersbach lässt grüßen. Dies schmeckte Gastgeber Göppingen in der Anfangsphase überhaupt nicht. Und so dauerte es doch gut eine Viertelstunde, bis der Altmeister sich erstmals auf zwei Tore absetzten konnte (7:5).

Beim Stand von 12:9 in der 25. Minute musste sich zum Leidwesen der Gäste auch noch Rückraumspieler Alois Mraz mit einer Rückenverletzung vom Feld verabschieden. Für ihn kam der junge Timm Schneider, der fortan ein gutes Spiel machte, und vier blitzsaubere Tore erzielte.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte agierten die Mittelhessen in der Abwehr weiterhin mit ihrer 3:3-Variante extrem offensiv. Die Schwaben hatten sich aber nun viel besser auf diese taktische Maßnahme eingestellt. Es war bei Frisch Auf Göppingen nun einfach sehr viel mehr Bewegung im Spiel. Und so wurde die HSG-Abwehr dann auch ordentlich durcheinander gewirbelt.

Die Schwaben führten nach 48 Minuten mit 24:18, und gaben sich fortan dann auch keine große Blöße mehr. Die Schwaben waren nun zu stark für die Hessen, um dem Spiel noch eine Wende geben zu geben. Der Gastgeber hätte sicherlich die Möglichkeit gehabt, sich noch weiter abzusetzen. Er ließ aber doch so manche Chance ungenutzt, um noch etwas für das ohnehin spärliche Torverhältnis zu tun. Den Frisch-Auf-Fans war’s gleich, den sie feierten den vierten Sieg ihrer Lieblinge in Serie wie immer lautstark.