TUS N-Lübbecke - Vorstand und Fans des TuS N.-Lübbecke stellen sich hinter den Coach - Rückendeckung für Trainer Liljestrand - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Vorstand und Fans des TuS N.-Lübbecke stellen sich hinter den Coach

Rückendeckung für Trainer Liljestrand

Im ersten Moment wirkte es befremdlich. Nach dem mehr als enttäuschenden 24:24 acht Tage zuvor im Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf hatte der Trainer seinen Spielern vier freie Tage gegönnt. Noch sieben Spiele bis zum Jahresende, da müssten seine Jungs "mal den Kopf von Handball frei bekommen", begründete Patrik Liljestrand die Maßnahme, die im Umfeld ein durchaus geteiltes Echo fand.

Überhaupt erlebte der schwedische Coach der Lübbecker, jetzt eineinhalb Jahre im Amt, keinen leichten Wochenanfang. Es wurde gemunkelt und stand sogar in einer Zeitung, der 43-Jährige stehe "vor dem Aus beim TuS N.-Lübbecke". Doch es wendete sich - zumindest zunächst - alles zum Guten für Liljestrand.

Drei Spiele als Favorit

Am Mittwoch vergangene Woche stellte sich die Vorstandsetage via Pressemitteilung klar hinter den Trainer, am Samstag gegen Kiel hat das überraschend gute Bild, das die Spieler des TuS boten, den Stuhl des Trainers noch einmal standfester gemacht. Und nach der Partie gegen den THW gab es gewissermaßen als Sahnehäubchen für Liljestrand noch die "Stimmabgabe" vom Publikum: "Wir woll’n den Trainer sehen, wir woll’n den Trainer sehen!"

Wirklich gemessen werden der TuS N-Lübbecke und damit sein Coach in diesem Dezember 2009 aber an den Partien, die es gegen Teams auf Augenhöhe gibt (Heimspiele gegen Balingen und Melsungen) bzw. wo Nettelstedt als Favorit gilt (Pokalspiel in Erlangen). Nach dem Duell mit Melsungen folgt die WM-Pause, die Zeit zur Neujustierung schafft.

Kontinuierlicher Aufbau

Zeit für einen kontinuierlichen Aufbau einer Mannschaft sollte dem TuS jedoch auf jeden Fall gegönnt werden. Dazu gehört auch Klarheit in der Trainerfrage, hier eher die Variante, den aktuellen Coach auch über die Presseerklärung hinaus im Amt zu belassen. Den guten Eindruck des Kiel-Spiels in den letzten drei Wochen des Jahres zu bestätigen, ist die gewiss nicht leichte, aber machbare Aufgabe - für den Trainer wie auch für die Spieler in Rot-Schwarz.